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Kripo entdeckt Waffenarsenal

in Moabiter Wohnung

Siebzehn scharfe Pistolen und Revolver, dazu ein G3-Sturmgewehr und eine MP40-Maschinenpistole: Die Berliner Kriminalpolizei hat am Dienstagmorgen bei einer Wohnungsdurchsuchung in der Stendaler Straße ein umfangreiches Waffenlager entdeckt und sämtliche Waffen beschlagnahmt. Laut Polizei waren viele durch nachträglichen Umbau „scharf“ gemacht worden. Der Mieter ist ein 73-jähriger Sportschütze, den die Polizei schon länger verdächtigte, scharfe Waffen und Waffenteile in Umlauf zu bringen. Für das Sturmgewehr und die Maschinenpistole besaß der Mann zwar eine Sondergenehmigung, sie waren aber nicht ordnungsgemäß im Waffenschrank eingeschlossen und wurden mitgenommen. Neben den Waffen wurden auch diverse Ersatzteile und Zubehör sichergestellt. Gegen den 73-jährigen Waffennarr wird nun wegen des Verdachts auf Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.kat

BVV Pankow will keinen

neuen Autobahnanschluss

Die Bezirksverordnetenversammlung Pankow lehnt mehrheitlich einen Autobahnanschluss an die A 10 im Bereich Karow/Buch ab. Stattdessen soll die Anschlussstelle Bucher Straße an der A 114 voll ausgebaut werden. Dagegen protestiert ein „Bündnis für Buch“, dem sich Anwohner, Angestellte, Forschungseinrichtungen und Kliniken angeschlossen haben. Der Stadtteil Buch habe sich zu einer Berliner Erfolgsgeschichte mit je drei Kliniken und Forschungsinstituten und 56 produzierenden Unternehmen mit 6000 Beschäftigten entwickelt. Die Initiative fordert eine neue Autobahnanschlussstelle an die A 10. Der Senat hat noch keine Position bezogen. „Die Untersuchungen laufen“, heißt es aus der Stadtentwicklungsverwaltung. Es müsse für den Bau ein Nutzen nachgewiesen werden. sib

Weiter Streit um Flüchtlingspolitik: Herrmann kritisiert Innensenator

Die Tage des Camps auf dem Oranienplatz sind wohl gezählt. Ab Januar dürfte, wie berichtet, der Senat die Hoheit über den Fall übernehmen, das Protestlager könnte geräumt werden. Und so mobilisieren Linke und Flüchtlingsinitiativen nun erst mal zum Amtssitz von Innensenator Frank Henkel (CDU): Henkel hatte sich mit Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) um die Zukunft des Camps gestritten. Herrmann schloss eine Räumung durch den Bezirk aus. Unter dem Motto „Oranienplatz bleibt! Henkel stoppen!“ rufen die Aktivisten zu einer Demonstration für Sonntag auf. Die Demonstration soll vom Oranienplatz zur Innenverwaltung an der Klosterstraße führen. Die Demonstranten haben angekündigt, während der Nacht von Sonntag auf Montag in der Nähe zu campieren.

Bezirksbürgermeisterin Herrmann sagte am Mittwoch, es gebe keinen Anlass für Panik, die Ansage des Senators habe unnötig Druck erzeugt. „Henkel verlässt den Weg der Deeskalation“, sagte die Bürgermeisterin. „Als würden ein paar Zelte die Souveränität des Staates infrage stellen.“ In den kommenden Monaten hätte sich Herrmann zufolge eine friedliche Lösung finden lassen können, zumal sich der Senat auch nach dem Abbau der Zelte fragen lassen müsse, wo er flüchtlingspolitisch stehe.

Die grüne Bundestagsabgeordnete Lisa Paus forderte den Senat unterdessen auf, den Mietvertrag für ein Flüchtlingsheim mit rund 230 Plätzen an der Charlottenburger Rognitzstraße zu verlängern. Es hatte Irritationen gegeben, ob das Auslaufen des Vertrags mit der Eröffnung der nahen BMW-Niederlassung im Zusammenhang steht. Eine BMW-Vertreterin bekräftigte am Mittwoch gegenüber Paus, dass dieser kein Interesse habe, Asylbewerber zu verdrängen. Jetzt sei der Senat am Zug, sagte Paus, man brauche diesen Standort dauerhaft. hah/sik

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