Berlin : NACHRICHTEN

Erneut Übergriffe und Vandalismus in Bussen und Bahnen

Erneut sind Mitarbeiter der BVG am Freitag und Sonnabend angegriffen und Fahrzeuge beschädigt worden. In der Tram-Linie M 6 hatten Jugendliche im Zug Graffiti gesprüht. Als der 40-jährige Fahrer sie an der Haltestelle Rhinstraße in Lichtenberg bemerkte, schlugen die Jungen auf ihn ein. Der Mann stürzte in das Gleisbett und verletzte sich an der Hand. Die Polizei entdeckte das Trio (13 und 14 Jahre) in der Nähe. Einer hatte einen Schlagring bei sich. In Spandau drückte ein 44-jähriger Busfahrer der Linie M 37 den Alarmknopf, als es zwischen mehreren betrunkenen Jugendlichen im Oberdeck zu Handgreiflichkeiten kam. Die Kontrahenten flüchteten, dabei trat ein junger Mann dem Busfahrer gegen das Bein, ein anderer bespuckte ihn. In der Reginhardstraße in Reinickendorf wurde ein Bus der Linie 125 mit einem Stein beworfen, eine Scheibe ging dabei kaputt. Der 45 Jahre alte Fahrer und die Passagiere blieben unverletzt, die Täter flüchteten. Am U-Bahnhof Cottbusser Platz in Hellersdorf entdeckte die Polizei am Sonnabend früh rechte Parolen und drei Hakenkreuze an der Wand. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt. (tabu)

Linke gedenken mit Demonstration des toten Silvio Meier

Rund 1200 Demonstranten haben gestern an den vor 16 Jahren erstochenen Hausbesetzer Silvio Meier erinnert. Nach Polizeiangaben verlief die Veranstaltung in Friedrichshain friedlich. Allerdings seien fünf mutmaßliche Angehörige der rechten Szene festgenommen worden. Sie waren mit Schlagwerkzeugen bewaffnet. Ob sie möglicherweise einen Angriff auf die Demonstration planten, ist unklar. Der 27-jährige Meier war am 21. November 1992 am U-Bahnhof Samariterstraße von Rechtsextremisten überfallen und erstochen worden. (ddp)

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