Berlin : NACHRICHTEN

Polizei führt ab 2010 blaue Uniformen ein

Berlin will nun doch die grün-beigen Uniformen bei der Polizei ausmustern. Dies sagte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) am Montag. „Wir können uns dem bundesweiten Trend nicht widersetzen.“ In den meisten Ländern und auch bei der Bundespolizei gibt es seit Jahren wieder blaue Uniformen. In Berlin sei aber frühestens 2010 Geld dafür da, sagte Körting. Die Umstellung werde mehrere Jahre dauern, weil nur verschlissene Uniformen ersetzt werden sollen. Die Grünen kritisierten die Abkehr vom Grün gestern: „Blau ist eine militärisch aggressive Farbe“, sagte der Abgeordnete Benedikt Lux. Ha

Körperverletzung: Drei Strafanzeigen gegen leitende Polizeibeamte

Gegen leitende Beamte der Hundertschaft der Direktion 4 wurden bislang von Amts wegen drei Strafanzeigen gestellt, zwei wegen Körperverletzung, eine wegen Nötigung. Dies berichtete Polizeipräsident Dieter Glietsch am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Wie berichtet, waren bei einer Razzia in der vergangenen Woche zwölf Paar Quarzsandhandschuhe beschlagnahmt worden. Die Chefs der Hundertschaft hätten ihre Untergebenen zu einem „harten Einschreiten“ und zum Tragen der Handschuhe geradezu genötigt, sagte Glietsch. Die bei Neonazis beliebten Handschuhe gelten als Bewaffnung und können schwere Verletzungen verursachen. Ha

Polizeipräsident entlastet Beamten, der mit „rechter“ Kleidung auffiel

Der Polizist, der bei einer Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht vom 9. November 1938 mit einer Strickjacke der Marke Thor Steinar auffiel, habe damit nicht provozieren wollen, sagte Polizeipräsident Dieter Glietsch gestern. Die bei Rechtsradikalen beliebte Marke sei erst sichtbar geworden, nachdem der Beamte seinen Parka geöffnet hatte, um nach einem Angriff an den Schlagstock zu kommen. Zwei Zeugen, die nicht der Polizei angehören, hätten dies ausgesagt. Der Beamte will die Jacke als „Kälteschutz“ gekauft haben und sei bislang nicht durch rechtsextremes Gedankengut aufgefallen. Ha

Defekter Zug unterbrach

S-Bahn-Verkehr auf dem Ring

S-Bahn-Passagiere mussten am Montagmorgen auf der Ringbahn bis zu 30 Minuten auf die Weiterfahrt warten. Am Bahnhof Greifswalder Straße war gegen 8.45 Uhr ein Zug wegen eines defekten Kompressors liegengeblieben und musste vom folgenden Zug auf ein Abstellgleis geschoben werden. Der Verkehr war nach Bahnangaben bis 9.28 Uhr unterbrochen. kt

Leser: Eltern betrunkener Kinder sollen für Polizeieinsatz zahlen

Sollen Eltern für Polizeieinsätze nach einem Besäufnis ihrer Kinder bezahlen? Das fragten wir unsere Leser am Sonntag. Mit Ja stimmten 94,2 Prozent der Anrufer, mit Nein nur 5,8 Prozent. Bei der Abstimmung im Internet lag das Verhältnis bei 76 zu 24 Prozent. Tsp

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