Berlin : NACHRICHTEN

Häusliche Gewalt: Sonntagsdienst der Big-Hotline gefährdet

Das Hilfstelefon „Big-Hotline“ wird künftig wahrscheinlich sonntags nicht mehr besetzt sein. Die Mitarbeiterinnen, die bislang täglich von 9 bis 24 Uhr unter der Rufnummer 611 03 00 zu erreichen sind, helfen Opfern häuslicher Gewalt. „Uns fehlen 34 000 Euro“, sagte Sprecherin Susanne Diehr. Da laut interner Statistik sonntags das Beratungstelefon etwas seltener als sonst angerufen werde, habe man sich dazu entschlossen, diesen Tag nicht mehr telefonisch zu besetzen. Im Jahr 2007 habe es 600 Sonntags-Anrufe von Frauen gegeben. Insgesamt gab es rund 7000 Anrufe. tabu

Serienweise Einbrüche:

Ehepaar auf der Anklagebank

Die kriminelle Serie der Eheleute beschäftigte die Polizei laut Anklage neun Monate lang: Der 38-jährige Robert C. und seine gleichaltrige Frau sollen ab Oktober 2006 zahlreiche Wertgegenstände aus Autos gestohlen haben. Betroffen sei auch ein Polizeifahrzeug gewesen. Zudem sollen die Lichtenberger bewaffnet einen Zeitungsladen überfallen, ein anderes Geschäft aufgehebelt und Zigaretten im Wert von 9000 Euro gestohlen sowie einen Mietwagen ergaunert haben. Vor Gericht verweigerten sie die Aussage. Am 2. Dezember wird weiter verhandelt. K.G.

Kinder vernachlässigt: Angeklagte Mutter soll begutachtet werden

Der Prozess gegen eine Spandauer Mutter, die ihre drei kleinen Mädchen mehrmals stundenlang allein in der verschlossenen Wohnung zurückgelassen haben soll, ist gestern geplatzt. Das Amtsgericht beschloss, die 34-jährige Frau zunächst psychiatrisch begutachten zu lassen. Die zwei, vier und fünf Jahre alten Kinder waren vor einem Jahr von Polizisten aus der Wohnung geholt worden. Sie hatten weinend am Fenster gestanden und nach ihrer Mutter gerufen. Sie soll auf Zechtour gewesen sein. K.G.

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