Berlin : NACHRICHTEN

7500 Menschen protestieren

gegen Militäraktion in Gaza

Zum dritten Mal innerhalb einer Woche haben am Sonnabend in Berlin mehrere tausend Menschen gegen die israelischen Luftangriffe im Gaza-Streifen protestiert. Laut Polizei versammelten sich am Nachmittag 7500 Menschen am Roten Rathaus. Die Demonstration, die erneut von der Palästinensischen Gemeinde Berlin organisiert und von weiteren arabischen Organisationen unterstützt wurde, führte ohne Zwischenfälle zum Potsdamer Platz. Auch Vertreter der Linkspartei nahmen teil. In ihrem Aufruf forderte die Palästinensische Gemeinde das „sofortige Ende des israelischen Blutbads“ in Gaza. Der Bundesregierung warfen die Organisatoren „rechts- und moralwidrige Tatenlosigkeit“ vor. Bereits am Freitag hatten in Charlottenburg 2500 Menschen gegen die seit einer Woche andauernden Angriffe der israelischen Luftwaffe auf Hamas-Objekte demonstriert. Dabei waren zwölf Personen vorläufig festgenommen worden, sechs weitere Personen kamen in Gewahrsam. Die Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung, dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, versuchter Körperverletzung und Gefangenenbefreiung sowie Verstößen gegen das Versammlungsgesetz. Eine Demonstration am vergangenen Montag war ohne Zwischenfälle verlaufen. ddp/Ha

Mord an Wachmann

eines Wohnheims aufgeklärt

Gut eine Woche nach dem Mord in einem Obdachlosenheim wurde ein 39-Jähriger unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Der Türke ist ein ehemaliger Bewohner, der im Oktober aus dem Heim gewiesen worden war. Gegen ihn wurde am Sonntagabend Haftbefehl erlassen. Wie berichtet, war die Mordkommission von Anfang an davon ausgegangen, dass der Täter im Kreis ehemaliger Bewohner, die sich über das Personal geärgert haben, zu suchen ist. Das Opfer, der 65-jährige Wachmann Bernd K., war am ersten Weihnachtstag erstochen aufgefunden worden. Bei den Ermittlungen fanden sich Spuren des Opfers an der Kleidung des 39-Jährigen. Ha

Holocaust-Mahnmal

mit Hakenkreuzen beschmiert

Das Holocaust-Mahnmal ist erneut von Unbekannten mit Hakenkreuzen und antisemitischen Schriftzügen beschmiert worden. Die 40 mal 40 Zentimeter großen Hakenkreuze wurden am Sonnabendmittag an zwölf Stelen vom Wachpersonal entdeckt. Der für politische Delikte zuständige polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Ha

Vereinshaus des Rockerclubs Bandidos abgebrannt

In der Nacht zu Sonntag ist in der Wittenauer Straße in Reinickendorf ein Vereinshaus des Rockerclubs Bandidos abgebrannt. Laut Polizei konnte die Feuerwehr ein fast vollständiges Abbrennen des Gebäudes nicht verhindern. Menschenleben waren nicht in Gefahr. Die Brandursache ist unklar. Tsp

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