Berlin : NACHRICHTEN

Arbeitslose Künstler klagen über Behandlung in Jobcentern

Berlin hat zwar die größte Künstlerdichte, ist aber zugleich die Stadt mit der höchsten Arbeitslosigkeit innerhalb dieser Berufsgruppe: Insgesamt verzeichnet die Statistik 180 000 Langzeitarbeitslose, davon allein 4500 Künstler. Sind bundesweit nur 0,9 Prozent der Künstler arbeitslos gemeldet, so beläuft sich die Zahl in Berlin auf 2,9 Prozent. Die erschreckend hohe Zahl veranlasste den Kulturausschuss gestern in seiner ersten Sitzung im neuen Jahr, sich mit dem Thema „Kunst und Hartz IV“ zu beschäftigen. Immer wieder war es in den letzten Jahren zwischen arbeitslosen Künstlern und Mitarbeitern der Jobcenter zu Missverständnissen gekommen, denn dieses Berufsfeld hat seine eigenen Gesetze. Arbeitsplatz, sprich: Atelier, und Wohnung befinden sich häufig am gleichen Ort, und bei der Nennung von Vermögenswerten neigt so mancher Maler dazu, seine unverkauften Werke mit überhöhten Zahlen zu beziffern. Jens Regg von der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit glaubt jedoch an Besserung, denn in einem Berliner Modellversuch werden seit dem vergangenen Jahr eigene Ansprechpartner installiert, die sich mit den speziellen Künstlerbedürfnissen auskennen. Zu Wort kam auch die Künstlerin und Kuratorin Signe Theill, die sich gegen eine Verlagerung des Kulturetats in den Sozialhaushalt verwahrte. 1-Euro-Jobs oder Beschäftigungsprojekte wie die „Initiative Kulturarbeit“ seien keine Alternative, erklärte sie. NK

Verdorbene Mägen nach der Fahrt mit dem BVG-Weihnachtszug

Das war kein guter Zug der BVG. Nach einer Fahrt mit dem Weihnachtszug der U-Bahn im Dezember 2008 und dem dabei servierten Milchreis eines Catering-Unternehmens klagten 43 Kinder aus drei Kindertagesstätten und vier Erwachsene über Bauchschmerzen oder sie mussten sich erbrechen. Wie das Robert-Koch-Institut, das die Lebensmittelvergiftung untersucht hatte, jetzt mitteilte, seien mangelnde Hygiene die wahrscheinliche Ursache gewesen. Bei den weiteren Fahrten erhielten die Kinder Fertigpackungen. kt

Volksbegehren: Mehrheit gegen Aktionen auf BVG-Gelände

Beim Stimmensammeln für Volksbegehren soll sich die BVG neutral verhalten. 55,7 Prozent der Teilnehmer am Pro und Contra vom Sonntag waren dagegen, dass auf BVG-Gelände um Stimmen geworben wird; 44,3 sprachen sich dafür aus. Zuletzt hatten die Pro-Reli-Initiatoren auf U-Bahnhöfen für das Volksbegehren Unterschriften gesammelt, was von der BVG erlaubt worden war. Tsp

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