Berlin : NACHRICHTEN

SPD und Linke beschließen Schülerdatei

Die Schülerdatei ist am Donnerstag vom Schulausschuss mit den Stimmen der rot- roten Koalition beschlossen worden. Um in Kraft zu treten, muss das Gesetz jetzt im Abgeordnetenhaus verabschiedet werden. Die Grünen kritisierten, damit sei der „gläserne Schüler“ programmiert. Mit der Datei sollen persönliche Daten von Schülern erfasst werden, um den Lehrerbedarf besser ermitteln zu können. Tsp

Übergriff auf Schwule: Linke fordert mehr Polizei im Nollendorfkiez

Nach einem Übergriff auf ein schwules Paar am Mittwoch in Schöneberg schwebt das 23-jährige Opfer weiter in Lebensgefahr. Der Landesvorsitzende der Linken, Klaus Lederer, forderte die Polizei auf, im Kiez rund um den Nollendorfplatz stärker Präsenz zu zeigen. Hier, an der Kleiststraße Ecke Eise nacher Straße, war der 23-Jährige von fünf mutmaßlichen Osteuropäern zusammengeschlagen worden. Die Polizei prüft, ob es sich bei der Tat um einen homophoben Übergriff handelt. „Es spricht vieles dafür, aber ob es wirklich so ist, müssen die Ermittlungen ergeben“, sagte ein Sprecher. Die Polizei sei in der Gegend bereits kontinuierlich auf Streife. Für den morgigen Sonnabend um 12 Uhr mittags hat das schwule Anti-Gewalt-Projekt Maneo zu einer Mahnwache am Tatort aufgerufen. tabu

Linke kritisieren Lederer wegen Rede auf Pro-Israel-Demonstration

Wegen seines Auftritts Mitte Januar auf einer Solidaritätskundgebung mit Israel haben prominente Parteimitglieder den Landeschef der Berliner Linken, Klaus Lederer, attackiert. In einem offenen Brief unterstützten sie zwar teilweise die Aussagen in Lederers Rede, erklärten aber, er hätte nicht auf einer Veranstaltung sprechen dürfen, „die eigens zur Rechtfertigung der brutalen israelischen Aggression einberufen wurde“. Lederer habe so die Berliner Partei „in eine unerträgliche Nähe mit aktiven Unterstützern des gegenwärtigen Krieges gebracht“. Unterzeichnet haben den Brief unter anderem Elmar Altvater, Christine Buchholz, Klaus Höpcke, Hans Modrow und Sahra Wagenknecht. m.m.

Immer weniger Gymnasiasten

lernen Französisch

„Bringt Französisch ins Spiel“, lautet das Motto des diesjährigen „Deutsch-Französischen Tages“. Aus diesem Anlass debattierten am Donnerstag im Roten Rathaus 200 geladene Schüler unter anderem mit dem französischen Botschafter Bernard de Montferrand und dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit. In Berlin ist die Zahl der Schüler an Gymnasien, die in der 7. Klasse Französisch wählen, in den vergangenen zehn Jahren um ein Viertel auf 27 766 gesunken. 1997/98 waren es noch 40 583 Schüler. hh

S-Bahn-Bewerbung

in Stockholm gescheitert

Die S-Bahn kommt bei der U-Bahn in Stockholm nicht zum Zug. Im Wettbewerb um den Betrieb für die nächsten acht Jahre ist das Berliner Unternehmen einem Konkurrenten aus Hongkong unterlegen. Beworben hatten sich sechs Bahnunternehmen. Berichte, wonach das schlechte Image und die negative Berichterstattung zum Betrieb in Berlin das Scheitern der Bewerbung mitverursacht hätten, wies ein Sprecher zurück. kt

Amtsgericht Charlottenburg

hat einen neuen Präsidenten

Hans-Michael Borgas hat am Donnerstag sein Amt als Präsident des Amtsgerichts Charlottenburg angetreten. Seit 2006 war er stellvertretender Präsident des Amtsgerichts Tiergarten. Tsp

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