Berlin : NACHRICHTEN

Vater wegen zehn Euro erstochen: Sohn kommt in die Psychiatrie

Ein 30-jähriger Türke, der seinen Vater nach einem Streit um ein paar Euro mit mehr als 100 Messerstichen getötet hat, wird auf Dauer in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht. Das entschied das Landgericht. Wegen einer schizophrenen Erkrankung sei Bünyamin S. bei dem Angriff im vergangenen August schuldunfähig gewesen und könne nicht wegen Totschlags bestraft werden. Er sei aber weiterhin gefährlich. Der Sohn hatte seinen 72-jährigen Vater in dessen Neuköllner Wohnung besucht und zehn Euro verlangt, um sich Drogen zu kaufen. Als sich der Rentner weigerte, stach S. immer wieder auf den im Sessel sitzenden Vater ein. Im Prozess hatte der Sohn erklärt, Stimmen hätten ihm die Tat befohlen. Das Urteil entsprach den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung. K.G.

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