Berlin : NACHRICHTEN

„Dialog-Displays“ bringen

Autofahrer zum Bremsen

Hinweise, die Autofahrern öffentlich signalisieren, dass sie zu schnell fahren, zeigen Wirkung. Die Zahl der Temposünder habe sich um 43 bis 64 Prozent verringert, teilte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) mit. Die Durchschnittsgeschwindigkeit habe sich an den „Dialog-Displays“ um 1,8 bis 6 km/h verringert, wobei es vor allem im oberen Bereich einen Rückgang gegeben habe. Fußgänger fühlten sich sicherer. Die Schilder zeigen ein „Danke“, wenn Autofahrer die vorgeschriebene Geschwindigkeit nicht überschreiten; sonst kommt die Aufforderung „Langsam“. Bisher gibt es acht dieser „Dialog-Displays“ in der Stadt. kt

Bundeskanzlerin Merkel besucht Wohnprojekt für Aidskranke

„Angela Merkel ist die Erste, die uns gratuliert,“ freut sich Christian Thomes, Geschäftsführer des Wohnprojekts „ZIK – zuhause im Kiez“, das 2009 sein 20-jähriges Jubiläum feiert. Die Bundeskanzlerin besucht heute eine von ZIK betriebene Einrichtung für Menschen mit HIV, Aids und Hepatitis C in der Reichenberger Straße in Kreuzberg. Neun Mitarbeiter betreuen 27 Betroffene. Das ZIK wurde 1989 gegründet, um Aidskranken bei der Wohnungssuche zu helfen. Seitdem hat das ZIK in verschiedenen Projekten über 3800 Menschen – darunter 180 Kindern – ein Zuhause vermittelt. 2008 wurden 565 Betroffene betreut, ein mobiler Pflegedienst versorgte 359 Patienten. Damit ist das ZIK die bundesweit größte Institution ihrer Art. Schon im November hatte die Kanzlerin das Projekt gelobt. J.O.

Mit Pistole in Schule:

Bewährungsstrafe für Täter

Mit Morddrohungen und einer Pistole im Hosenbund löste er Panik und einen Großeinsatz der Polizei aus: Wiktor W. war vor neun Monaten vor dem Oberstufenzentrum in der Kreuzberger Wrangelstraße aufgetaucht. Er sprach drei Jugendliche an, fragte nach einem Raum und erklärte: „Ich will jemanden umbringen.“ Wegen Störung des öffentlichen Friedens wurde der 22-jährige Verkäufer W. am Mittwoch von einem Amtsrichter zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Zudem muss er 2400 Euro Strafe zahlen. Der wegen Raubes vorbestrafte W. wollte seine Freundin aus der Schule abholen. Die Soft-Air-Pistole habe er gezeigt, „um cool zu sein“, sagte der Angeklagte. Todesdrohungen aber bestritt er. Die drei Schüler hatten den Auftritt gemeldet. Die Schulleitung alarmierte die Polizei, die das Gebäude abriegelte und stundenlang durchsuchte. K. G.

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