Berlin : NACHRICHTEN

Verwahrlosung: Polizei holt fünf Kinder aus Wohnung in Hellersdorf

Erneut hat die Polizei fünf Kinder aus einer verwahrlosten Wohnung geholt. Die Jungen im Alter zwischen zwei und elf Jahren wurden am Donnerstag in Hellersdorf entdeckt. Ein Passant hatte die Polizei gerufen, nachdem ihm ein Junge auffiel, der Gegenstände aus dem fünften Stock warf, sagte ein Polizeisprecher. Gegen den Vater, 42, und die Mutter, 32, wird ermittelt. Die Wohnung war den Angaben zufolge verdreckt, es habe weder Nahrung noch Spielzeug gegeben. Die Kinder wurden vom Jugendamt untergebracht. Dort war gestern niemand für eine Stellungnahme erreichbar.tabu/das

Tempelhof: Bund beteiligt sich

an Umbaukosten

Der Bund wird sich an den Umbaukosten am Flughafen Tempelhof beteiligen, falls der Verkauf des Gebäudes und Geländes an Berlin scheitern sollte. Dies sei aber nicht anzunehmen, teilte das Bundesfinanzministerium auf Anfrage des Berliner FDP-Bundestagsabgeordneten Hellmut Königshaus mit. Nach Vermietung der Hangars, der Haupthalle und von Freiflächen für zwei Monate im Jahr an die Modemesse Bread and Butter sollen die Hangars eine Klimaanlage erhalten, elektrische Anlagen erneuert und Toiletten eingebaut werden – für fünf Millionen Euro Gesamtkosten. Bei einem Scheitern des Verkaufs ans Land würde der Bund davon 3,5 Millionen Euro übernehmen. kt

Cottbuser besucht Knut erneut –

sprang aber diesmal nicht ins Gehege

Der 37-jährige Cottbuser, der am 22. Dezember 2008 zu Knut ins Gehege geklettert war, hat den Eisbären am Donnerstag erneut besucht. Der Mann habe friedlich vor dem Zaun auf einer Bank gesessen, sagte Zoo-Sprecher Heiner Klös: „Weil er bei uns Hausverbot hat, wurde er von Mitarbeitern nach draußen begleitet – widerstandslos.“ Gegen den Mann werde wegen des ersten Vorfalls noch ermittelt, sagte ein Polizeisprecher. Damals war der Mann durch den Wassergraben geschwommen und hatte sich neben Knut gesetzt. Als Motiv hatter er angegeben, Knut sei immer so alleine. das

Regionalbahnstrecke ist ab heute

in Ostkreuz unterbrochen

Die Bahn sperrt von Freitag, 22 Uhr, bis Montag früh die Fernbahngleise am Bahnhof Ostkreuz – betroffen sind davon Fahrgäste der Regionalbahnlinien RE 1, RE 2, RE 7 sowie der RB 14. Am Wochenende hängt die Bahn die ersten schweren Brückenteile ein. Fahrgäste der RE 1 müssen die S-Bahn zwischen Ostbahnhof und Karlshorst nutzen. Die Züge der RE 2 aus Rathenow enden in Ostbahnhof; die Züge aus Cottbus werden über Lichtenberg nach Gesundbrunnen umgeleitet. Die Linie RE 7 wird geteilt: Züge aus Belzig fahren zum Ostbahnhof, die nach Wünsdorf enden in Lichtenberg. Die RB 14 aus Nauen endet in Friedrichstraße; die Züge aus Senftenberg enden in Schönefeld. AG

Kundentelefon: 0331-235 68-81/-82

Berlins einziges Seeadlerweibchen starb an Bleivergiftung

Nach Auskunft des Naturschutzbundes Nabu starb Berlins einziges Seeadlerweibchen am Donnerstag in der Tierklinik Düppel. Dort wurde der völlig entkräftet im Müggelwald gefundene Adler seit Ende Januar wegen einer schweren Bleivergiftung behandelt. Offenbar hatte der Greifvogel ein mit bleihaltiger Munition beschossenes Tier gefressen. Nach Auskunft von Rainer Altenkamp, der beim Nabu die Arbeitsgemeinschaft Greifvogelschutz leitet, sind in diesem Winter bereits zehn Adler mit Bleivergiftung nach Düppel gebracht worden, nur einer überlebte. Der Nabu fordert ein Verbot bleihaltiger Jagdmunition. obs

Kongress-Agentur Congrex zieht

an den Potsdamer Platz

Die weltweit tätige, auf Kongressmanagement spezialisierte Congrex-Gruppe eröffnet ein Berliner Büro im Haus von Price Waterhouse Coopers am Potsdamer Platz 11. Das Unternehmen mit Hauptsitz in den Niederlanden hat seit 1982 etwa fünf Millionen Teilnehmer bei rund 3500 Events und Tagungen in mehr als 40 Staaten betreut. Berlin sei „ein Standort der Zukunft“, sagte der Vorstandsvorsitzende Layth Bunni. CD

Autofahrer fuhr betrunken zur Polizei und beschwerte sich über Strafzettel

Um sich über einen Strafzettel zu beschweren, fuhr ein 48-Jähriger am Donnerstag betrunken bei der Polizeiwache in der Friedrichsfelder Sewanstraße vor. Als die Beamten Alkohol rochen, ließen sie ihn pusten und stellten 1,6 Promille fest. Bei Überprüfung des Autos ergab sich, dass es wegen fehlender Haftpflichtversicherung zur Fahndung ausgeschrieben war. Die Polizei legte das Fahrzeug still und zog den Führerschein ein. Gegen den Mann wird nun ermittelt. das

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