Berlin : NACHRICHTEN

Grünen-Fraktion sammelt jetzt

für Bezahlung des Sürücü-Grabsteins

Die Fraktion der Bündnisgrünen im Abgeordnetenhaus will jetzt in den eigenen Reihen Geld sammeln, um sich an der Bezahlung des Steins für das Grab von Hatun Sürücü zu beteiligen. Die migrationspolitische Sprecherin der Grünen, Bilkay Öney, regte diese Initiative an, nachdem der Tagesspiegel über die ausstehende Zahlung an den Steinmetzbetrieb Daniel Hohlfeld berichtet hatte. Dessen unbeglichene Rechnung und zwei Mahnungen, die er an die Familie Sürücü verschickte, kamen mit dem Postvermerk „Unbekannt/verzogen“ zurück. Die Deutschkurdin Hatun Sürücü war am 7. Februar 2005 in Tempelhof von ihrem jüngsten Bruder Ayhan auf der Straße erschossen worden, weil sie „westlich lebte“. Das Grab der im Alter von 23 Jahren Ermordeten befindet sich auf dem Landschaftsfriedhof Gatow, der Frauennothilfeverein „Hatun und Can“ hat die Spendensammlung zugunsten der Grabsteinbezahlung und der Grabpflege angeregt. kög

Prozess gegen NPD-Chef wegen rassistischer „WM-Planer“

Der NPD-Vorsitzende Udo Voigt und zwei weitere Vorstandsmitglieder der rechtsextremen Partei müssen sich vom 24. März an vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft Voigt sowie den Funktionären Klaus Beier und Frank Schwerdt vor, sie hätten im Frühjahr 2006 mit einem „WM-Planer“ den dunkelhäutigen Fußball-Nationalspieler Patrick Owomoyela rassistisch diskriminiert. In dem Planer wurde unter der Überschrift „Weiß! Nicht nur eine Trikotfarbe! Für eine echte Nationalmannschaft“ ein Trikot mit der Nummer 25 gezeigt, das Owomoyela damals im deutschen Team trug. Die Anklage lautet auf Volksverhetzung und Beleidigung. Auch einen zweiten WM-Planer der NPD hält die Staatsanwaltschaft für rassistisch. fan

Pro & Contra: Berliner sind zerrissen

über authentischen Mauerpark

Zwiegespalten sind die Leser des Tagesspiegels in der Frage, ob die Stadt einen authentischen Mauer-Gedenkpark braucht. 49,1 Prozent der Teilnehmer unserer Pro-und-Contra-Umfrage vom Sonntag sprachen sich dafür aus, 51 Prozent waren dagegen. Im Internet fiel das Ergebnis positiver zugunsten des Gedenkparks aus. Hier votierten bis zum Nachmittag 57,2 Prozent der Leser dafür. Tsp

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