Berlin : NACHRICHTEN

Flughafenstreik abgewendet

Auf den Flughäfen Schönefeld und Tegel wird wahrscheinlich nicht gestreikt. Am Donnerstag haben sich die Flughafengesellschaft und die Gewerkschaft Verdi auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt, der laut Flughafen eine Erhöhung um insgesamt vier Prozent vorsieht; Verdi hatte acht Prozent gefordert. Die Gewerkschaft hat die Urabstimmung über einen unbefristeten Streik ausgesetzt und will die Mitglieder nun abstimmen lassen, ob der Vertrag wie vereinbart abgeschlossen werden soll. Die Flughafengesellschaft leidet derzeit unter einem Passagierrückgang. Im Februar flogen 8,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Während Schönefeld eine Zunahme um 4,2 Prozent meldet, gab es in Tegel einen Rückgang um 10,8 Prozent. kt

Junge-Reyer will Stadtbild retten

Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer will gegen Großplakate vorgehen. Das kündigte sie am Donnerstag im Abgeordnetenhaus an. Als die Richtlinien für die Großwerbung vor vier Jahren liberalisiert wurden, sei nicht absehbar gewesen, wohin dies führe. An manchen Orten sei das Stadtbild verschandelt. Ihr Haus arbeite an einer Neuregelung. wvb.

Wolf: Mehr Frauen in die Vorstände

Der für die Frauenförderung zuständige Senator Harald Wolf ist mit dem Anteil von Frauen in Führungspositionen nicht zufrieden. Zwar seien 38 Prozent der Aufsichtsräte öffentlicher Unternehmen Frauen, doch in den Vorständen öffentlicher Unternehmen komme die Frauenförderung nur langsam voran. Nur gut elf Prozent der Vorstände sind Frauen. Wolf begründete dies damit, dass in den Aufsichtsräten mehr Bewegung als in den Vorständen sei. wvb.

Nach Schulmobbing Kritik an Rektor

Nachdem ein 17-Jähriger in Spandau – wie berichtet – von einem Mitschüler eine Morddrohung per Internet erhalten hatte, kritisiert Landeselternsprecher André Schindler das Verhalten des amtierenden Direktors der Johann-Georg-HalskeSchule. „Er hat den Vorfall der Schulaufsicht nicht gemeldet. Damit hat er gegen seine Pflicht verstoßen“, sagte Schindler. Er wolle die Schulverwaltung auffordern, das Verhalten des Schulleiters erneut zu prüfen. Er kritisiert insbesondere, dass der Mitschüler, der das Hasslied ins Internet stellte, auf der Schule bleiben dürfe. Das Opfer hingegen, sei so verängstigt gewesen, dass es freiwillig die Schule wechselte. „Das ist leider in fast 90 Prozent der Mobbing-Fälle an Berliner Schulen so: Der Täter bleibt, das Opfer geht“, sagte Schindler. tabu

Schulfremde schlugen Lehrer

Die Polizei hat am Donnerstag vier Jugendliche in Wilmersdorf festgenommen, die den Unterricht an der Otto- von-Guericke-Oberschule in der Eisenzahnstraße gestört hatten – offenbar, um einen 14-jährigen Kumpel abzuholen. Ein Jugendlicher schlug einen Lehrer, als dieser ihn ins Sekretariat führte, um die Polizei zu rufen. Gegen den Jungen wird wegen Hausfriedensbruch und Körperverletzung ermittelt. tabu

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben