Berlin : NACHRICHTEN

Erpressung von Verkehrssündern:

Polizeimeister vor Gericht

Bei Verkehrskontrollen soll er für sich selbst kassiert haben: Ein 36-jähriger Polizeiobermeister steht seit Donnerstag wegen Erpressung vor dem Amtsgericht Tiergarten. Er soll von Dezember 2005 bis Februar 2006 von neun Verkehrssündern insgesamt 250 Euro ergaunert haben. Seine Masche laut Anklage: Er drohte mit überhöhten Verwarnungsgeldern und Punkten in Flensburg, bot dann „Rabatt“ bei Barzahlung an. Über seine Verteidiger bestritt der vom Dienst suspendierte Polizist aus Lichtenberg die Vorwürfe. Damals habe er täglich bis zu 30 Verkehrsteilnehmer verwarnt und könne sich an die aufgeführten Personen nicht erinnern. Barzahlungen habe er vorschriftsmäßig quittiert. Der Prozess wird am nächsten Donnerstag fortgesetzt. K. G.

Neubau für 1500 Bahn-Mitarbeiter am Nordbahnhof geplant

Die Weichen für das „Nordbahnhof Carrée“ sind gestellt. Die Frankonia Eurobau will am Nordbahnhof auf bislang unbebautem Gelände ein Bürogebäude für fast 1500 Mitarbeiter der Deutschen Bahn errichten. Die Bahn hat dort in einem Bürokomplex bereits 2500 Mitarbeiter untergebracht. Der geplante siebengeschossige Bau hat ein Investitionsvolumen von rund 110 Millionen Euro. In Kürze könne mit den Arbeiten begonnen werden, teilte der Investor mit.C. v. L.

Veröffentlichung von Klaus Kinskis Krankenakten beschäftigt Gericht

Im Streit um die Veröffentlichung der Krankenakten von Klaus Kinski steht der Gerichtstermin fest: Am 29. April wird vor dem Verwaltungsgericht verhandelt. Nikolai Kinski, Sohn des Schauspielers, will mit der Klage verhindern, dass das Landesarchiv die Behandlungsakten der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik herausgibt. „Derzeit ist die Akte nur vorläufig unter Verschluss“, sagt Kinskis Nachlass-Manager Peter Geyer. Der 1991 verstorbene Kinski habe „eben so einen Anspruch auf ärztliche Schweigepflicht wie jeder andere Mensch.“ Der Datenschutzbeauftragte Alexander Dix hatte die Veröffentlichung im Sommer 2008 mit dem Ablauf der 10-jährigen Schutzfrist für Patientenakten von Personen der Zeitgeschichte gerechtfertigt. hey

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