Berlin : NACHRICHTEN

Zechkumpan erstochen:

Sechs Jahre Gefängnis

Nach dem Tod eines 72-Jährigen auf einer Parkbank am Savignyplatz ist ein 38-jähriger Obdachloser zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht sprach ihn gestern des Totschlags schuldig. Die beiden Männer hatten am 28. August 2008 zunächst gemeinsam gezecht. Als es zwischen den Betrunkenen zum Streit kam, stach Heiko R. mit einem Messer zu. „Ich wollte sicher nicht, dass er stirbt“, beteuerte der Angeklagte im Prozess. R. hatte 14 Jahre auf der Straße gelebt und ist alkoholkrank. Die Richter verfügten, dass er nach einem Jahr im Gefängnis in einer Entziehungsanstalt untergebracht werden soll. K.G.

Charité gibt nach Leichenfund

auf Toilette Fehler zu

Die Charité hat nach dem Leichenfund auf einer Kliniktoilette Fehler zugegeben. Entgegen den Vorschriften sei die verriegelte Toilettentür vom Reinigungspersonal zwei Tage lang nicht geöffnet worden, hieß es. Als erste Konsequenz aus dem Vorfall seien Mitarbeiter erneut angewiesen worden, Vorschriften bezüglich besetzter Toilettenräume unbedingt zu beachten. Ein 29 Jahre alter Mann war am 11. März tot auf einer Behindertentoilette des Klinikums entdeckt worden. Der Mann starb an einer Überdosis Heroin, nachdem er die Notaufnahme auf eigenen Wunsch verlassen hatte. Nach Charité-Angaben soll die Toilette, auf der sich die bereits verwesende Leiche befand, täglich gereinigt werden. Am 9. März habe die Reinigungskraft die Toilette verschlossen vorgefunden und die Pflegekräfte informiert. Diese hätten sichergestellt, dass kein Patient auf den Stationen vermisst wurde. Für diesen Fall sei eine spätere Reinigung am selben Tag vorgesehen. Dies sei jedoch nicht geschehen. Am 10. März habe eine andere Reinigungskraft die Tür ebenfalls verschlossen vorgefunden und den Gruppenleiter informiert. Der Sicherheitsdienst sei jedoch erst am 11. März beauftragt worden, die Tür zu öffnen. ddp

Polizei verhaftet

zwei Kreditkartenfälscher

Die Polizei hat in der Nacht zu Mittwoch zwei Kreditkartenfälscher in Charlottenburg festgenommen. Ein 52-jähriger Tourist bemerkte an einem Geldautomaten in der Nürnberger Straße eine manipulierte Abdeckung mit Kartenlesegerät, die auf dem Boden lag, wie die Polizei mitteilte. Zudem fielen ihm drei verdächtige Männer auf. Herbeigerufene Beamten stellten kurze Zeit später zwei 21 und 22 Jahre alte Tatverdächtige. Bei ihnen wurde eine weitere manipulierte Abdeckung gefunden. Die Festgenommenen sollten am Mittwoch einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls vorführt werden. Der dritte Tatverdächtige konnte noch nicht ermittelt werden. Das Ausspähen von Bankkarten durch technische Hilfsmittel hat in Berlin stark zugenommen. Dabei manipulieren die Betrüger Geldautomaten oder Lesegeräte an Türen, um an die Daten zu gelangen.ddp

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