Berlin : NACHRICHTEN

Wachs-Hitler geköpft: „Attentäter“ muss 900 Euro Strafe zahlen

Der „Attentäter“ muss zahlen: Weil er der Wachsfigur Adolf Hitlers bei Madame Tussauds den Kopf abgerissen hat, wurde Frank L. (42) zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt. Ein Amtsgericht sprach den Kreuzberger der Sachbeschädigung und Körperverletzung schuldig. Er hatte kurz nach Eröffnung des Wachsfigurenkabinetts in Mitte am 5. Juli 2008 die Hitler-Puppe enthauptet. Im Gerangel verletzte er einen Wachmann leicht. Zu seinem Motiv sagte L., er habe die Präsentation als „völlig unangemessen“ empfunden und sich gegenüber Bekannten „dafür verbürgt, dass ich den Hitler zerstöre“. L. hatte Einspruch gegen einen Strafbefehl über 1800 Euro eingelegt. Weil der Ex-Polizist und Altenpfleger arbeitslos ist, soll er nun weniger zahlen. K.G.

Heute beginnen Tarifgespräche

für öffentlichen Dienst

Heute werden die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes, Verdi, GEW und GdP, erste Gespräche mit Innensenator Ehrhart Körting (SPD) über einen Tarifvertrag ab 2010 für die knapp 50 000 Beschäftigten des Landes führen. Zum Jahresende läuft der sogenannte Solidarpakt aus, der seit 2003 Einkommenseinbußen zwischen acht und zwölf Prozent bei Arbeitszeitverkürzung bedeutete. Zudem haben sich Senat und Gewerkschaften Ende vorigen Jahres darauf verständigt, das alte Berliner Tarifrecht nach dem „BAT“ durch das bundesweite Tarifgefüge abzulösen. Eine Fortsetzung des Solidarpakts ist für die Gewerkschaften ausgeschlossen. Sie erwarten, dass der Senat die Gehälter an das bundesweit geltende Niveau anpasst, denn in Berlin sind die Gehälter bisher auf dem Stand von 2004 eingefroren. Allerdings gibt es ab Juni monatlich einheitlich 65 Euro mehr. sik

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben