Berlin : NACHRICHTEN

Verdächtiger Feuerlöscher: Hauptbahnhof geräumt

Wegen eines verdächtigen Feuerlöschers auf dem S-Bahnsteig ist am Freitagabend der Hauptbahnhof teilweise geräumt und der Zugverkehr unterbrochen worden. Gegen 16.20 Uhr ging bei der Bundespolizei die Meldung über einen am Aufsichtshäuschen lehnenden Feuerlöscher ein, der nicht zum Bahnhofsinventar gehörte. Daraufhin fuhr zunächst die S-Bahn ohne Halt durch. Später wurden neben mehreren Bahnsteigen auch das Reisezentrum sowie ein Blumenladen geräumt und ab 18.13 Uhr der gesamte Verkehr auf der Stadtbahntrasse gestoppt. Einige Fernzüge endeten vorher, andere wurden umgeleitet, fast alle verspäteten sich. Um 18.39 Uhr gaben die Entschärfer der Bundespolizei Entwarnung, die Züge rollten wieder. Die S-Bahn fuhr noch bis 19.25 Uhr ohne Halt durch, weil die Spurensicherer auf dem Bahnsteig beschäftigt waren. Aus der Auswertung von Videobildern erhofft sich die Polizei Hinweise zu dem Vorfall. obs

Ex-Grünen-Abgeordnete Öney jetzt Mitglied der Berliner SPD

Die ehemalige Grünen-Abgeordnete Bilkay Öney ist seit Freitag Mitglied der SPD. Drei Tage nach ihrem Austritt bei den Grünen sei die 38-jährige Diplomkauffrau Berlins Sozialdemokraten beigetreten, teilte der Landesverband mit. Durch ihren Parteieintritt ist Öney auch automatisch Mitglied der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus. Dort ist die Mehrheit von SPD und Linkspartei damit wieder auf drei Stimmen angewachsen. dpa

Erster Mai-Randalierer zu Bewährungsstrafe verurteilt

Die Justiz reagierte schnell: Zwei Wochen nach den Mai-Krawallen fiel gestern das erste Urteil gegen einen Randalierer. Der 57-jährige Selahatdin K., der in der Walpurgisnacht zwei leere Glasflaschen in Richtung Polizei geschleudert hatte, wurde zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der arbeitslose Kraftfahrer und siebenfache Vater war kurz nach den Würfen am Boxhagener Platz in Friedrichshain festgenommen worden. Er hielt sich in einer Gruppe von rund 300 Randalierern auf, die Räumungs- und Löscharbeiten von Polizei und Feuerwehr verhindern wollten. Bis zum Prozess saß er in Untersuchungshaft. K.G.

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