Berlin : NACHRICHTEN

Gastauftritt von Hass-Prediger

in Neuköllner Moschee geplant

Die Al-Nur Moschee in Neukölln kündigt im Internet für diesen Sonnabend einen Auftritt von Imam Bilal Philips an – einem islamischen Hardliner, der sich öffentlich für die Todesstrafe gegen Homosexuelle einsetzt. Mit dem radikalen Konvertiten Pierre Vogel soll er um 19 Uhr einen Vortrag zum Thema „Islam, die missverstandene Religion“ halten. Vogel und Philip zählen zur Gruppe der islamischen Charismatiker, die mit Videobotschaften im Internet Millionen junger Muslime erreichen. Der Mann, der im Netz unter Dr. Abu Ameenah Bilal Philips firmiert, ist ein in Kanada aufgewachsener Jamaikaner, der in seinen Videos mit pseudo-wissenschaftlichen Herleitungen erklärt, dass Homosexualität eine „ganz normale Todsünde“ sei, weil sie die Familie als lebenswichtige Struktur gefährde. Die Todesstrafe sei von Gott auferlegt und ihre Einhaltung wichtig. Der Auftritt in der Al-Nur Moschee, die im Visier der Verfassungsschützer steht, findet offenbar im Rahmen einer Deutschlandtour statt. Der Schwulen- und Lesbenverband Berlin (LSVD) forderte jetzt von Innensenator Ehrhart Körting , dass er den Auftritt des Hass-Predigers mit allen rechtstaatlichen Mitteln verhindern soll. „Philips Ausführungen erfüllen den Tatbestand der Volksverhetzung“, so Alexander Zinn vom LSVD. fat

Zoo-Direktor Blaszkiewitz musste Finger wieder abgenommen werden

Dem Berliner Zoo-Vorstand Bernhard Blaszkiewitz ist der angenähte Finger doch wieder abgenommen worden. Die sich rasch ausbreitende Infektion am Wundrand zwang die Ärzte dazu. Ein Schimpanse hatte dem Zoochef den rechten Zeigefinger abgebissen – wie gestern bekannt wurde, hatte „Pedro“ während einer privaten Gruppenführung sogar den ganzen Arm des Direktors durchs Gitter zu sich hineingezogen. Der Landestierschutzbeauftragte Klaus Lüdcke zeigte sich indes „entsetzt“ von der Rücktrittsforderung durch die Tierrechtsorganisation Peta. Sie habe sich durch die pietätlose Äußerung „disqualifiziert“. kög

35 Kinos in Berlin

und Brandenburg ausgezeichnet

Das Engagement von Kinobetreibern ist jetzt mit dem Kinoprogrammpreis Berlin-Brandenburg gewürdigt worden. Elf Kinos aus Brandenburg sowie 24 Filmhäuser in Berlin teilten sich ein Preisgeld von 230 000 Euro, wie ein Medienboard-Sprecher mitteilte. Der Betrag sei in diesem Jahr um zehn Prozent aufgestockt worden. Die mit 12 000 Euro am höchsten dotierten Preise gingen in Brandenburg an die Kinos Thalia-Filmtheater (Potsdam) und Union Filmtheater (Fürstenwalde). In Berlin wurden in dieser Kategorie die Kinos Bali, Central, filmkunst 66, fsk - Kino am Oranienplatz, Kino International, Kino in den Hackeschen Höfen, Moviemento und Union Filmtheater ausgezeichnet. Der Preis wird vom Verein „HDF Kino“ zusammen mit der AG Kino-Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V vergeben und vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert. ddp

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