Berlin : NACHRICHTEN

Schauspielschule „Ernst Busch“

zieht in Opernwerkstätten

Die derzeit noch auf vier Standorte verteilte Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ hat eine neue Heimat. Sie soll in die ehemaligen Opernwerkstätten in der Chausseestraße 28/30 in Mitte ziehen, die ab 2010 dafür umgebaut werden. Das gab Berlins Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner am Dienstag bekannt. Damit sei ein „Traumstandort“ für die Hochschule mit Hauptsitz in Schöneweide gefunden, die seit acht Jahren ein neues Domizil sucht, aber dabei immer wieder Rückschläge erlitt. Die Chausseestraße ist aus Sicht des Senats ideal, da die Schauspielschule sich dann in der Nähe vieler anderer Kultureinrichtungen befinde, wie Zöllner hervorhob. „Inmitten des kulturellen und wissenschaftlichen Lebens der Hauptstadt gibt es wohl keine bessere Lage für eine international renommierte Schauspielschule.“ Er kündigte an, dass die Baumaßnahmen „so zügig wie möglich beginnen“ werden und zeigte sich „zuversichtlich, dass diese fast unendliche Geschichte ein Happy End nehmen wird.“ lvt

Bahnstrecke nach Spandau

wird voll gesperrt

Wieder gibt es Einschränkungen im Bahnverkehr: Vom 20. Juni bis 3. Juli wird jetzt die Strecke zwischen Charlottenburg und Spandau im Fern- und Regionalverkehr gesperrt, um die Gleise sanieren zu können. Fernzüge sollen über den Nordring umgeleitet werden; im Regionalverkehr sollen Züge auch ausfallen. Einzelheiten will die Bahn noch mitteilen. Erst am Sonntag war die Sperrung der schnellsten Verbindung nach Hamburg nach einer Unterbrechung seit Anfang März aufgehoben worden. Der S-Bahnverkehr ist von den Sperrungen nicht betroffen. kt

Neues Gesetz für bessere Betreuung

von Untersuchungshäftlingen

Häftlinge sollen besser betreut werdenUntersuchungshäftlinge sollen in Berlin künftig besser betreut werden, länger Besuch haben dürfen und geringeren Einschränkungen ausgesetzt sein. Das ist laut Senat der Kern des neuen Untersuchungshaftvollzugsgesetzes, das die Landesregierung am Dienstag billigte.

Die Vorlage von Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD), die so ähnlich in zwölf weiteren Bundesländern eingeführt wird, soll stärker den Umstand berücksichtigen, dass Untersuchungshaft keine Strafhaft ist und dass für derartige Häftlinge die Unschuldsvermutung gilt. Das sagte Justizstaatssekretär Hasso Lieber am Dienstag nach der Senatssitzung.

So sollen Untersuchungsgefangene eine Arbeit aufnehmen können und zudem erzieherisch betreut werden. Die monatliche Besuchszeit bei Erwachsenen wird künftig auf zwei Stunden verdoppelt, bei jungen Gefangenen auf vier Stunden. Derzeit sitzen in Berlin rund 460 männliche erwachsene Untersuchungshäftlinge im Gefängnis Moabit und rund 130 männliche Jugendliche und Heranwachsende in Plötzensee. 48 Frauen sind in der U-Haft in Pankow untergebracht. lvt

Senat startet neue Internetseite

für Ehrenamtliche

Der Senat will Bürgern mehr Hilfen anbieten, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. So soll die Internetseite „Bürgeraktiv Berlin“, über die sich Engagierte informieren können, erheblich ausgebaut werden, wie Monika Helbig von der Senatskanzlei gestern mitteilte. Mit Geldern der Europäischen union (EU) soll eine Seite entstehen, die unter dem Namen „Engagiert in Berlin“ mehr Informationen über Organisationen und Vereine gibt, in denen Freiwillige mitwirken. Auch sollen mehr Koordinatoren für ehrenamtliche Arbeit geschult und Berliner Migrantenorganisationen als Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres qualifiziert werden. lvt

www.berlin.de/buergeraktiv

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