Berlin : NACHRICHTEN

Israel ehrt Wehrmachtsoffizier Hosenfeld posthum in Berlin

Die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem ehrt am Freitag im Jüdischen Museum den deutschen Wehrmachtsoffizier Wilhelm Hosenfeld (1895-1952) posthum als „Gerechten unter den Völkern“. Der Gesandte des Staates Israel, Ilan Mor, überreicht Hosenfelds Sohn die Medaille und Urkunde von Jad Vaschem. Es ist die höchste Auszeichnung Israels für Nicht-Juden, die unter Gefährdung ihres Lebens Juden gerettet haben. Hosenfeld wurde berühmt durch den 2002 gedrehten Kinofilm „Der Pianist“. Darin wird gezeigt, wie Hosenfeld während des Zweiten Weltkriegs in Warschau unter anderen dem jüdischen Pianisten Wladislaw Szpilman (1911-2000) das Leben rettet. KNA

Auch die CDU will Lernmittelfreiheit für alle Schüler wieder einführen

Die CDU fordert in einem Parlamentsantrag, die Lernmittelfreiheit für alle Berliner Schüler wieder einzuführen. Mit dem Entwurf zur Änderung des Schulgesetzes wird sich der Hauptausschuss nach der Sommerpause, wohl im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2010/11, befassen. Die SPD hatte bereits im Mai auf einem Landesparteitag den Senat aufgefordert, sich für die Rückkehr zur 2003 teilweise abgeschafften Lernmittelfreiheit „umgehend einzusetzen“. Unklar ist, ob Rot-Rot dieser Aufforderung angesichts der Finanznotlage folgt. za

Bundesverkehrsministerium

hält an Ausbau der A 100 fest

Das Bundesverkehrsministerium hält trotz des Widerstands auch innerhalb der rot-roten Koalition in Berlin am Ausbau der Stadtautobahn A 100 fest. In einer Anfrage habe das Ministerium erklärt, „die Auftragsverwaltung des Landes Berlin setzt das laufende Planfeststellungsverfahren für den 16. Bauabschnitt der Autobahn 100 unverändert fort“, teilte der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Rzepka mit. Das Ministerium habe auf zu erwartende positive Wirkungen des Projekts hingewiesen, unter anderem die „Bündelung, Beschleunigung und Verstetigung des Straßenverkehrs sowie die Entlastung innerstädtischer Straßen“. Den von Berlin zu tragenden Planungskosten in Höhe von 23,4 Millionen Euro stünden Investitionskosten des Bundes von 420 Millionen Euro gegenüber.

Die Berliner Grünen gehören zu den entschiedenen Gegnern des Projekts. Aber auch ein Parteitag der SPD hatte den Ausbau der A 100 abgelehnt. Bei der Linken überwiegt ebenfalls die Skepsis. Die Bauarbeiten sollen 2011 beginnen und 2017 beendet werden. Die Trasse gilt als teuerste Autobahn Deutschlands. ddp

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