Berlin : NACHRICHTEN

Drei neue Schweinegrippe-Fälle: Zahl der Betroffenen steigt auf 23

In Berlin sind am Freitag drei neue Fälle von Schweinegrippe gemeldet worden. Wie die Gesundheitsverwaltung mitteilt, ist ein 17-jähriger US-Tourist positiv getestet worden, außerdem eine 29-jährige Berlinerin, die sich während eines Australienbesuchs angesteckt hat, sowie eine 29-Jährige aus Steglitz-Zehlendorf, die mit ihrem Ehemann auf Thailandreise war. Bei dem Mann war am Dienstag die Schweinegrippe diagnostiziert worden. Die drei sind, wie alle bisher in Berlin gemeldeten Fälle, von der Krankheit nur leicht betroffen. Sie müssen eine Woche in Quarantäne bleiben. uba

Koalitionsspitzen berieten strittige Punkte der Schulreform

Die rot-rote Koalition hat noch nicht alle strittigen Punkte der Schulreform geklärt. Dennoch gehe sie fest davon aus, dass der Gesetzentwurf am Dienstag den Senat passiere, sagte die SPD-Bildungsexpertin Felicitas Tesch gestern auf Anfrage. Vorausgegangen war ein Gespräch der Koalitionsspitzen mit Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD), bei dem offenbar einige „technische Fragen“ geklärt werden konnte. Wie berichtet, war der Entwurf am Dienstag wider Erwarten nicht beschlossen worden, weil die Linksfraktion Änderungswünsche hatte. Zu den Streitpunkten gehört der Status der Gemeinschaftsschulen und die Frage, ob Sekundarschulen Schüler nach Leistung getrennt unterrichten dürfen.sve

2500 Mediaspree-Gegner ziehen zum Roten Rathaus

Das Aktionsbündnis Megaspree zieht am heutigen Sonnabend, 16 Uhr, vom Boxhagener Platz, Oranienplatz und Treptower Park aus zum Roten Rathaus. Anwohner und Liebhaber des Spreeufers in Kreuzberg und Friedrichshain riefen zum Protestmarsch auf. Sie demonstrieren gegen die umfangreiche Bebauung des Ufers und den damit verbundenen Verlust der Kiezkultur. Die Polizei rechnet mit 2500 Teilnehmern. Tsp

Gefängnisleiter: Für Resozialisierung wird mehr Personal benötigt

Der Verein der Leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Justizvollzug hat sich enttäuscht über die Haushaltsverhandlungen des Senats geäußert. Weitere Personaleinsparungen gefährdeten die Erfüllung gesetzlicher Aufgaben, vor allem die der Resozialisierung der Gefangenen – diese könnten nun mal nur Menschen leisten. Auch durch das seit 2008 geltende Jugendvollzugsgesetz gebe es einen erhöhten Personalbedarf. Schon jetzt sei infolge der belastenden Arbeit der Krankenstand sehr hoch. Die Personallage habe letztlich Auswirkungen auf die Sicherheitslage eines jeden Berliners, wenn die Ex-Gefangenen wieder als Nachbarn unter ihnen lebten. kög

1265 Kinder und Jugendliche vorsorglich von Eltern getrennt

In Berlin sind im vorigen Jahr 1265 Kinder und Jugendliche vorsorglich von ihren Eltern getrennt worden. Das seien 50 weniger als im Vorjahr, teilte das Amt für Statistik mit. Ein Viertel der Jungen und Mädchen sei auf eigenen Wunsch in Obhut genommen worden. 800 der Betroffenen waren älter als 14 Jahre. 115 waren unter drei Jahre alt. Von dem Eingreifen der Behörden waren etwa gleich viele Jungen wie Mädchen betroffen. Anlass für die Schutzmaßnahmen sei vorrangig Überforderung der Eltern gewesen. Erst in der Nacht zu Donnerstag waren zwei Kinder im Alter von neun und zwölf Jahren in Mitte dem Kindernotdienst übergeben worden. ddp

Ex-Bordellchef wegen Zuhälterei mit seiner Tochter verurteilt

Der Vater ging mit seiner Tochter in den Swingerclub. Da war sie 14, 15 Jahre alt. Dieter H. habe dort bei Sado-Maso-Praktiken zugesehen, hieß es jetzt im Urteil gegen den Mann, der 30 Jahre lang im Rotlicht-Geschäft tätig war und einst als „Kiezgröße“ galt. Der 65- Jährige wurde dafür jetzt zu vier Jahren Haft verurteilt. Seiner Tochter, die er nach Überzeugung der Richter auch zur Prostitution brachte, muss er eine Entschädigung von rund 14 000 Euro zahlen. K. G.

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