Berlin : NACHRICHTEN

Finanzierungsprobleme beim geplanten Riesenrad am Zoo

Der Bau des 175 Meter hohen Riesenrads auf dem einstigen Wirtschaftshof des Zoologischen Gartens ist gefährdet: Banken, die 70 Millionen Euro Kredit gewähren wollten, haben ihre Zusagen zurückgezogen. Als Hauptgrund gilt die Wirtschaftskrise. Aber auch die fehlende Baugenehmigung und Verzögerungen durch Asbestfunde auf dem Baugelände haben die Banken skeptisch gemacht, wie der Tagesspiegel von Beteiligten erfuhr. Dennoch sei „die Liquidität der Projektgesellschaft bis auf Weiteres gesichert“, teilte die Frankfurter DBM Fonds Invest GmbH mit, bei der knapp 10 000 private Anleger 208 Millionen Euro für drei Riesenräder in Berlin, Peking und Florida eingezahlt haben. Die Planer verhandeln mit weiteren möglichen Kreditgebern und streben einen Baubeginn zum Jahresende an, damit sich das Aussichtsrad Mitte 2011 drehen kann. Das Bezirksamt Mitte hatte die Baugenehmigung bereits erteilt, dann aber wurden die Pläne aus Kostengründen abgespeckt. Für die Genehmigung der geänderten Entwürfe fehlten noch Unterlagen, hieß es aus dem Bezirksbauamt. CD

Erste Panne bei der neuen U55:

Zug aus dem Verkehr gezogen

Die neue sogenannte Kanzlerlinie U 55 zwischen Brandenburger Tor über die Station Bundestag zum Hauptbahnhof ist gerade eröffnet worden – gestern musste erstmals einer der beiden Züge aus dem Verkehr gezogen werden. Wie die BVG-Leitstelle bestätigte, gab es am Hauptbahnhof in einem Wagon offenbar wegen einer defekten Klimaanlage eine große Hitzeentwicklung. Aus Sicherheitsgründen wurde der Ersatzzug eingesetzt und der Fahrzeugschaden repariert. Zwischen 10.55 Uhr und 11.45 Uhr fuhr kein Zug. Wie berichtet, war die 1,8 Kilometer lange und 320 Millionen Euro teure Strecke am Sonnabend frei gegeben worden. kög

Gedenkminute: Schausteller trauern ihrem Volksfest nach

Die Schausteller wollen das deutsch-amerikanische Volksfest künftig auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof veranstalten. Er erfülle alle Voraussetzungen, und die Schausteller benötigten nur einen winzigen Teil des Geländes, sagte der Chef des Schaustellerverbands Berlin, Thilo-Harry Wollenschlaeger. In diesem Jahr findet die 49. Auflage des Festes zum letzten Mal auf der ehemaligen Truman-Plaza in Zehlendorf statt. Danach wird das Gelände bebaut, und es sei kein neuer Standort in Sicht. Ohne einen Umzug drohe einigen Kollegen die Insolvenz, sagt Wollenschlaeger. Volksfestbesucher lädt er für den heutigen Freitag, 22 Uhr, zu einer Gedenkminute auf den Festplatz ein. Das Abschalten sämtlicher Lichter und der Musik solle dann „Berlin und die Politiker aufrütteln, das 50. deutsch-amerikanisches Volksfest im Jahr 2010 nicht ausfallen zu lassen“, sagte der Verbandsvorsitzende. ddp

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