Berlin : NACHRICHTEN

Humboldt-Forum: Beschluss vertagt

Das Bundeskartellamt verschiebt seine Entscheidung über den Streit bei der Auftragsvergabe zum Bau des Humboldt-Forums nach eigener Auskunft bis zum 14. September. Ursprünglich war für diesen Freitag eine Entscheidung über die Beschwerde des Architekten Hans Kollhoff erwartet worden. Sie richtet sich gegen die Wettbewerbsentscheidung zugunsten des italienischen Archtikten Franco Stella. Die nach der mündlichen Verhandlung noch eingereichten Schriftsätze machten eine umfassende Würdigung und interne Abstimmungen der Vergabekammer erforderlich, hieß es. dpa



330 000 Euro für Ku’damm-Bühnen

Die Kulturverwaltung will der Komödie und dem Theater am Kurfürstendamm eine „einmalige Nothilfe“ in Höhe von 330 000 Euro gewähren. Das kündigte Kulturstaatssekretär André Schmitz an, der am Donnerstag die Empfehlungen einer Gutachterkommission zur Vergabe der Konzeptförderung an Privattheater und freie Gruppen vorstellte. Das Abgeordnetenhaus muss noch zustimmen. Die Boulevardtheater böten „leichte Bühnenkunst mit Tiefgang“, stünden aber im „ungleichen Wettbewerb“ mit dem subventionierten Renaissance-Theater, obwohl sie „gleichrangig“ seien, schreiben die Gutachter. Wie berichtet, will ein Investor das Ku’damm-Karree umbauen und beide Bühnen durch einen Theaterneubau ersetzen. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf will diese Pläne in der bisherigen Form nicht genehmigen. CD/dpa

Anti-Atom-Demo am Sonnabend

Wegen der Anti-Atom-Demo „Mal richtig abschalten“ mit mehreren zehntausend erwarteten Teilnehmern sind am Samstag zwischen spätestens 12 und 18 Uhr große Teile der Innenstadt gesperrt. Zentraler Treffpunkt ist um 13 Uhr am Hauptbahnhof. Die Demo-Routen führen über den Straßenzug Heerstraße, Kaiserdamm, Bismarckstraße und Straße des 17. Juni sowie durch die City Ost zum Brandenburger Tor. obs

Entschädigung von S-Bahn-Kunden

Am Montag soll auf dem nächsten Gipfeltreffen von Senat und Bahn AG zum S-Bahn-Desaster auch die Entschädigungsregelung für Stammkunden besprochen werden. Ob es schon ein Ergebnis geben wird, ist ungewiss. Die Bahn hat bisher angeboten, im Dezember Abonnenten und Käufer von Jahreskarten gratis mit allen Verkehrsmitteln in der Stadt und im Umland fahren zu lassen, die im Dezember auch noch Kunde bei einem Verkehrsbetrieb sind. Weitere Forderungen hat die Bahn bisher kategorisch abgelehnt. So will sie Studenten, die einen Zwangsbeitrag für das Bahn- und Busfahren zahlen, nicht entschädigen, weil der Preis für das Semesterticket ohnehin schon stark rabattiert sei. Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) hatte vorgeschlagen, Fahrgastverbände bei der Entschädigungsfindung einzubeziehen. Nach den bisherigen Plänen wird Abonnenten, die ihren Betrag monatlich zahlen, eine Abbuchung erlassen. Wer Jahreskarten bar gekauft hat, muss sie am Schalter vorlegen, um einen Monatsbetrag erstattet zu bekommen. kt

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