Berlin : NACHRICHTEN

Leukämiekrankes Baby Helene starb an Lungenentzündung

Die kleine an Leukämie erkrankte Helene ist tot. Das zehn Monate alte Mädchen starb in der vergangenen Woche an den Folgen einer Lungenentzündung. In einer groß angelegten Hilfsaktion in mehreren deutschen Städten hatten die Eltern nach Spendern von Knochenmark gesucht, das das Leben ihres Kindes retten könnte. 6000 Menschen kamen etwa im Februar ins Dahlemer Arndt-Gymnasium, um sich testen zu lassen. Bundesweit waren es 20 000 Spendenwillige, die dem kleinen Mädchen helfen wollten. Und wirklich konnte durch die Aktion für Helene ein passender Knochenmarkspender gefunden werden. Noch vor drei Wochen schrieben Helenes Eltern auf der Internetseite www.hilfe-fuer-helene.de, dass die schwere Therapie angeschlagen habe und keine Leukämie mehr zu entdecken sei. Dann aber kam für die Familie der Schock: Helene erkrankte an einer Lungenentzündung. Sie musste ins Krankenhaus, wieder auf die Intensivstation, wo „Helenes Herz, nachdem es viele Stunden lang mit über 200 Schlägen pro Minute gekämpft hatte, unter unseren Augen aufgeben“ musste, wie die Eltern schreiben. Der geschwächte kleine Körper konnte sich der Krankheit nicht mehr widersetzen. sik

U-Bahn-Brückenbau in Pankow: Massive Behinderungen erwartet

In Pankow kommt es ab Donnerstag früh fünf Tage lang zu massiven Behinderungen für Autofahrer und BVG-Fahrgäste: Bis Dienstag früh ist die Kreuzung Schönhauser Allee / Wisbyer Straße komplett gesperrt. Grund für die Sperrung ist der Aufbau der neuen Brücke für die U-Bahnlinie U2. Viele Tram-Linien können nur eingeschränkt fahren. Auch wird darauf hingewiesen, dass nicht alle gewohnten weiträumigen Umfahrungsalternativen aufgrund des Marathons am Wochenende möglich sind. AG

Prominente Unterstützung für Mehr-Religionen-Haus

Seit 20 Jahren verfällt das frühere jüdische Kinderheim „Ahawa“ in der Auguststraße in Mitte. Im Oktober soll das Dach mit Geld des Landes Berlin neu gedeckt werden. Jetzt sind auch die Eigentumsverhältnisse des mehr als 8500 Quadratmeter großen Areals geklärt: Gebäude und Grundstück gehören der Jüdischen Gemeinde. Damit wären die baulichen Voraussetzungen für das Mehr- Religionen-Haus gegeben, das die Kantorin Avitall Gerstetter dort einrichten will. Auf dem „Ahawah-Campus für Toleranz“ sollen Studenten unterschiedlicher Nationalität und Religionszugehörigkeit in künstlerischen Fächern unterrichtet werden und gleichzeitig den Dialog der Religionen befördern. Die Bertelsmann-Stiftung unterstützt das Projekt ideell, ebenso Lala Süsskind, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde. „Das Mehr-Religionen-Haus würde einen wichtigen Beitrag zum friedvollen Zusammenleben der Kulturen leisten“, sagte Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann-Stiftung am Dienstag in Berlin. Die Porzellanmanufaktur Meissen unterstützt das Projekt finanziell, indem sie unter dem Titel „Ahawa Vision“ rituelle jüdische Gegenstände wie einen Pessach-Teller produziert. Ein Teil des Gewinns soll dem Projekt zugute kommen. Für die Sanierung der Gebäude sind 20 Millionen Euro nötig. Informationen unter www.ahawavision.com clk

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