Berlin : NACHRICHTEN

Kreuzberg-Friedrichshain will

Autobahn-Pläne neu auslegen lassen

Die Pläne zur Verlängerung des Stadtrings A 100 vom Dreieck Neukölln bis zum Treptower Park sollen nach dem Willen der Bezirksverordneten von Friedrichshain-Kreuzberg neu ausgelegt werden. In der Anhörung nach der ersten Runde habe sich herausgestellt, dass die ausgelegten Unterlagen „schlichtweg fehlerhaft“ gewesen seien, erklärte Bürgermeister Franz Schulz (Grüne). Während der Anhörung seien immer neue Zahlen und Details bekannt geworden; vor allem zur Verkehrsbelastung im Boxhagener Kiez. Dort könnten die Anwohner weiterhin Einwendungen gegen den Autobahnbau vorbringen. kt

Möbelhandlung Rahaus am Wittenbergplatz weicht Postbank

Nach rund zwölf Jahren schließt Ende Mai „Rahaus Wohnen 2001“ am Wittenbergplatz. Im August 2010 soll das Postbank-Finanzcenter aus der Geisbergstraße an die Kleiststraße 23-26 umziehen. Laut Roman Rahaus, Juniorchef des Möbelhauses, ist eine geplante Mieterhöhung der Grund für das Aus. Rahaus hat vier weitere Filialen in Berlin und will einen Ersatzstandort für den Laden am Wittenbergplatz suchen. Die zehn Mitarbeiter würden weiterbeschäftigt. CD

CDU Neukölln beschäftigt ständig das Parteigericht

Die Streitereien in der CDU Neukölln nehmen bizarre Züge an. Eine Reihe von Beschlüssen, die der Kreisvorstand unter dem Vorsitzenden Michael Büge gefasst hat, werden vom Parteigericht überprüft. Durch einen Parteigerichtsbeschluss ist der zwischenzeitlich abgesetzte stellvertretende Kreischef Sascha Steuer wieder in sein Amt eingesetzt worden. Steuer und Büge führen die gegnerischen Lager im Kreisverband. Womöglich muss sich Landeschef Frank Henkel wieder mit dem Streit befassen. CDU-Generalsekretär Bernd Krömer hat Büge jüngst aufgefordert, „zu einem satzungsgemäßen Verhalten“ zurückzukehren. Der Kreisvorstand leitete daraufhin ein weiteres Ausschlussverfahren gegen Steuer ein. wvb.

Jüdische Gemeinde entlässt Personalchef nach Querelen

Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde hat Konsequenzen aus internen Querelen gezogen und sich von dem Personaldezernenten getrennt. Am Montag soll ein Nachfolger gewählt werden. Personaldezernent Mark Jaffé war in die Kritik geraten, weil Mitarbeiter von einer „Atmosphäre der Angst“ berichtet hatten und viele Auseinandersetzungen zwischen dem Personalchef und dem Vertrauensrat vor dem Schiedsgericht gelandet waren. Umstritten war auch die von ihm forcierte Anschaffung von 14 Dienstwagen für die 11 000 Mitglieder starke Gemeinde. Vor einem Monat noch war ein Misstrauensantrag der Opposition im Gemeindeparlament gegen ihn gescheitert. clk

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