Berlin : NACHRICHTEN

Geldstrafe nach Todessturz von einem Baugerüst

Nach dem tödlichen Sturz eines Bauarbeiters aus dem 18. Stock eines Hochhauses in Neukölln soll ein Chef einer Gerüstbaufirma eine Strafe von 1200 Euro zahlen. Ein Amtsgericht sprach den 50-Jährigen am Dienstag der fahrlässigen Tötung schuldig. Firmenchef habe nicht ausreichend darauf hingewirkt, dass im Gefahrenbereich das vorgeschriebene Anseilgeschirr auch genutzt wird. Der 26-jährige Vorarbeiter hatte bei der Arbeit keinen Gurt angelegt und war bei dem Unglück im Juli 2007 etwa 50 Meter in die Tiefe gestürzt. Der Angeklagte hatte Versäumnisse eingeräumt: „Ich hätte noch mehr kontrollieren müssen.“ Die Gurte würden bei der Arbeit stören und seien deshalb unter den Bauarbeitern unbeliebt, erklärten im Prozess drei Kollegen des Opfers. K.G.

Polizei durchsuchte Laden der linken Szene in Kreuzberg

Auf Anweisung der Dresdener Justizbehörden hat die Berliner Polizei gestern den „Red Stuff“-Laden in der Kreuzberger Waldemarstraße durchsucht. Dort wurden Flugblätter und Computer beschlagnahmt. Hintergrund ist die bevorstehende Nazidemo in Dresden, zu der unter dem Motto „Naziaufmarsch blockieren“ mobilisiert wird. Die sächsischen Behörden sehen darin eine Straftat. Der Anwalt des „Red Stuff“ hält die Aktion höchstens für einen „symbolischen Aufruf zu einer Ordnungswidrigkeit“. Und so sieht man es übrigens auch im Berliner Polizeipräsidium, der Einsatz sei überzogen, hieß es gestern unter der Hand. Dennoch musste man im Rahmen der Amtshilfe tätig werden. In Dresden wurde ein Büro der Linkspartei durchsucht. Am Dienstagabend gab es am Kreuzberger Heinrichplatz eine Demonstration der linken Szene, Zwischenfälle meldete die Polizei keine. Ha/hah

Boulevard der Stars: Erster Stern wird im Februar enthüllt

Zur Grundsteinlegung des „Boulevards der Stars“ in Mitte wird am 12. Februar der erste Stern eines deutschen Filmstars enthüllt. Die offizielle Eröffnung erfolge im Sommer mit 40 Ehrensternen. Wer auf dem ersten Stern verewigt wird, entscheidet eine Jury Anfang Februar. Der „Boulevard der Stars“ wird auf dem Mittelstreifen und den Randbereichen der Potsdamer Straße zwischen Potsdamer Platz und Ben-Gurion-Straße angelegt. Die Sterne zu Ehren von Persönlichkeiten aus der deutschen Filmbranche werden in eine rötliche Asphaltierung eingelassen, die an den bei Premieren üblichen roten Teppich erinnern soll. ddp

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