Berlin : NACHRICHTEN

Wildgewordener Keiler hatte

Nierenkolik und Gehirnknoten

Ein entzündeter Knoten im Gehirn und eine Nierenkolik: Diese stark schmerzhaften Erkrankungen waren die Ursache, weshalb ein Wildschwein vor knapp vier Wochen drei Spaziergängerinnen angriff und mit Bissen leicht verletzte. Das hat jetzt eine Obduktion des Tieres ergeben. Wie berichtet, war der wildgewordene Keiler nach den Attacken von einem Stadtjäger erlegt worden. Danach hatte die Forstverwaltung aufgrund einer schon vorhandenen Wunde am Körper des Schweines vermutet, es sei schon am Vortag von einem unverantwortlichen Jäger angeschossen worden und dadurch so ungewöhnlich aggressiv gewesen. „Das ist ein absoluter Einzelfall“, versicherte am Samstag Forstsprecher Marc Franusch. Man könne im Grunewald das ganze Jahr über gefahrlos spazieren gehen. Zur Zeit haben sich die Wildschweine wegen der Kälte ins dichte Gebüsch zurückgezogen. Im Gegensatz zu Brandenburg werden sie in Berliner Wäldern nicht gefüttert. „Die sind noch gut im Speck“, sagt Franusch. „Sie wühlen sich durch Harsch und Schnee bis zum Boden, wo noch viele Eicheln und Bucheckern vom Herbst liegen.“ cs

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