Berlin : NACHRICHTEN

Mutter des toten Babys noch nicht vernehmungsfähig

Werneuchen - Gut eine Woche nach dem Fund eines toten Säuglings auf einem verschneiten Feld ist der Zustand der 22-jährigen Mutter weiter ernst. Die Frau sei noch nicht vernehmungsfähig, hieß es bei der Staatsanwaltschaft in Frankfurt (Oder). Auch die Ergebnisse der Laboruntersuchungen stünden noch aus. Davon erhoffen sich die Ermittler Hinweise auf die Todesursache bei dem Neugeborenen. Die Berlinerin hatte das Kind nach derzeitigem Erkenntnisstand in einem Hausflur in Werneuchen zur Welt gebracht. Wie Mutter und Kind dann auf das Feld nahe dem Ortsteil Weesow kamen, sei noch ungeklärt. Ein Zeuge hatte die stark unterkühlte Frau dort am 11. Februar gefunden und die Rettungskräfte alarmiert. In der Nähe entdeckten die Ermittler den toten Säugling. Die Obduktion ergab, dass das Baby bei der Geburt gelebt hatte. ddp

Misshandelter Vietnamese: Neue Vorwürfe gegen Polizisten

Schönefeld/Berlin - Im Fall des angeblich von Berliner Polizisten geschlagenen Vietnamesen prüft die ermittelnde Staatsanwaltschaft in Potsdam jetzt neue Informationen. Danach soll der 21-jährige Zigarettenhändler nicht nur am Mittwoch sondern bereits auch am Dienstag von Beamten geschlagen worden sein. Dies habe das Opfer ausgesagt. Wie berichtet, war der Vietnamese am Mittwoch zum wiederholten Mal am U-Bahnhof Parchimer Allee beim illegalen Handel mit unverzollten Zigaretten erwischt worden. Deshalb wurde er am Stadtrand in Schönefeld ausgesetzt, eine übliche Vorgehensweise. Nach Darstellung der Berliner Polizei rühren die bei dem Vietnamesen festgestellten Prellungen von einem Sturz bei seiner versuchten Flucht her. Wie berichtet, soll es jedoch auch einen Zeugen geben, der die Aussage des Zigarettenhändlers bestätigt. Ha

Prozess um Vergewaltigung endet aus Beweismangel mit Freispruch

Berlin - Ein erheblich vorbestrafter Mann aus Spandau ist im Prozess um die Vergewaltigung einer Verkäuferin freigesprochen worden. Es seien letztlich zu viele offene Fragen geblieben, urteilte gestern das Landgericht. Die Staatsanwaltschaft hatte neuneinhalb Jahre Haft und anschließende Sicherungsverwahrung beantragt. Der 47-Jährige und die junge Frau kannten sich aus einem Zeitungsladen. Nach ihren Angaben hatte sie ihn im Sommer vergangenen Jahres aus Gefälligkeit ein Stück in ihrem Auto mitgenommen. Die Anklage war davon ausgegangen, dass der Mann die Verkäuferin auf der Fahrt mit einem Messer bedroht und gezwungen hatte, mit ihm in ihre Wohnung zu fahren. Dort habe er sie gefesselt, stundenlang misshandelt und schließlich ausgeraubt. In dem sechswöchigen Indizienprozess hatte Aussage gegen Aussage gestanden. K.G.

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