Berlin : NACHRICHTEN

Wachsende Kritik an Chipperfields Plänen für die Ku’damm-Bühnen

Die Idee des Architekten David Chipperfield, beim Umbau des Ku’damm-Karrees die Komödie am Kurfürstendamm an die Uhlandstraße zu verlagern, stößt auf immer mehr Kritik. Jetzt schrieb der Schauspieler Hans-Jürgen Schatz, Mitglied im Verein „Rettet die Ku’damm-Bühnen“, an Bezirkspolitiker und Kulturstaatssekretär André Schmitz: Das Theater könne in der Seitenstraße nicht überleben. Auch aus der Kulturverwaltung hieß es, der Verbleib am Ku’damm sei die „kulturpolitisch beste und praktikabelste Lösung“. Mitte März will Chipperfield der Senatsbehörde die neuen Pläne erläutern.CD

Holocaust-Mahnmal

mit acht Millionen Besuchern

Das Holocaust-Mahnmal hat in seinen ersten fünf Jahren rund acht Millionen Besucher verzeichnet. In das Infozentrum unter dem Stelenfeld kamen nach Angaben des Förderkreises zwei Millionen Gäste. „Wir sind vor allen Dingen erfreut, wie viele junge Leute kommen“, sagte Mahnmal-Initiatorin Lea Rosh am Dienstag. Zum fünfjährigen Bestehen des Denkmals für die ermordeten Juden Europas ist eine Ausstellung geplant, die bei einem Bürgerfest am 5. Mai öffnet. dpa

Neuköllner Stadtrat: Hoher Schaden

durch Scheinvaterschaften

Neuköllns Stadtrat für Bürgerdienste, Falko Liecke (CDU), wirft dem Senat vor, nicht konsequent gegen Sozialbetrug durch „Scheinvaterschaften“ vorzugehen. So entstehe Berlin ein Millionenschaden. Laut Liecke mehren sich Fälle, in denen ausländische Männer die Vaterschaft von Kindern deutscher Frauen übernehmen, um eine Aufenthaltsgenehmigung und Sozialleistungen zu erhalten. Allein in Neukölln seien 28 Fälle gerichtsanhängig. Meistens hätten die Standesämter Verdacht geschöpft, wenn etwa Paare in verschiedenen Städten leben oder man keine Kenntnisse über das Leben des Partners habe. Liecke schätzt, allein in knapp zwei Jahren sei dem Land ein Schaden von fünf Millionen Euro entstanden. Die Senatsinnenverwaltung wies seine Forderung nach einer zentralen Ermittlungsstelle bei der Ausländerbehörde zurück. Dies sei eine Aufgabe der Bezirke. Tsp

Eislöcher haben nichts gebracht:

Hunderte Fische im Lietzensee tot

Das Eis ist geschmolzen, nun kommen im Lietzensee überall tote Fische zum Vorschein: Sie schwimmen an der Oberfläche, sie liegen am Ufer. Aus dem Charlottenburger Grünflächenamt hieß es, man sammele täglich die Kadaver ein. Wie berichtet, waren die Fische wochenlang durch dickes Eis von Sonne und Sauerstoff abgeschnitten. Die aufwendige Rettungsaktion, bei der Löcher ins Eis gesägt wurden, blieb damit ohne großen Erfolg. ang

0 Kommentare

Neuester Kommentar