Berlin : NACHRICHTEN

Vorwurf: Versuchter Totschlag

Polizei verhaftet zwei Rocker

Die Polizei hat gestern zwei Mitglieder der Rockergruppierung Bandidos verhaftet. Das bestätigte ein Polizeisprecher dem Tagesspiegel auf Anfrage. Die 20 und 23 Jahre alten Männer sollen am Überfall auf die mit den Bandidos verfeindeten Hells Angels vor gut zwei Wochen beteiligt gewesen sein. Damals war ein Lokal in der Gustav-Adolf-Straße in Berlin-Weißensee brutal überfallen worden, vier Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer. Die Polizei hatte zwar unmittelbar nach der Tat acht Angreifer festgenommen, einige Bandidos waren aber entkommen. Die beiden am Dienstag festgenommenen Männer wurden seit Tagen mit Haftbefehl wegen versuchten Totschlags gesucht. Hintergrund des Überfalls auf das Lokal in Weißensee ist ein Rocker-Krieg, der nach dem Überlaufen eines Teils der Berliner Bandidos zu den Hells Angels erneut eskaliert. Erst im August vergangenen Jahres war ein 33-jähriger Rocker auf offener Straße erschossen worden. das

Radfahrerin in Lichtenberg lebensgefährlich verletzt

Eine 21-jährige Radfahrerin wurde am Dienstag gegen 17.30 Uhr in Lichtenberg lebensgefährlich verletzt. Sie fuhr auf der Möllendorffstraße in Richtung Gürtelstraße. Beim Überqueren der Frankfurter Allee wurde sie von einem Pkw erfasst, der – nach ersten Erkenntnissen der Polizei – auf der rechten Spur relativ zügig, aber bei Grün über die Kreuzung fuhr. Weshalb er mit der Radlerin kollidierte, ist noch unklar. das

400 000 Euro für Neugestaltung

des Lehniner Platzes

Der Lehniner Platz am Kurfürstendamm soll einladender werden: Die Stadtentwicklungsverwaltung stellt für eine Umgestaltung des Areals gegenüber der Schaubühne 400 000 Euro aus einem Programm zur „Aufwertung touristisch bedeutsamer Plätze“ zur Verfügung. Ideen für das künftige Erscheinungsbild würden nun in einem Gutachterverfahren gesammelt, hieß es am Dienstag. CD

Finanzierung öffentlich geförderter Jobs vorerst gesichert

Der öffentlich geförderte Beschäftigungssektor (ÖBS) in Berlin soll trotz veränderter Bundesförderung erhalten bleiben. Der Senat beschloss am Dienstag, künftig andere Fördertöpfe des Bundes zu nutzen, um die rund 7500 Stellen für ehemalige Langzeitarbeitslose zu erhalten. Etwa 600 Betroffene profitieren laut Sozialverwaltung von einer Sonderregelung, die älteren ÖBS-Beschäftigten maximal drei Jahre Verlängerung bis zum Renteneintritt ermöglicht. Für das Land Berlin werde das Projekt nicht teurer als bisher, hieß es. Senatssprecher Richard Meng sprach von „einer guten Nachricht in einem problematischen Umfeld“. Wie berichtet, will die SPD sich gemeinsam mit anderen sozialdemokratisch regierten Ländern im Bundesrat um eine Förderung nach altem Muster bemühen. obs

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