Berlin : NACHRICHTEN

Nach 54 Jahren wieder Deutsche:

Margot Friedländer eingebürgert

Nach mehr als einem halben Jahrhundert in der Emigration wurde die von den Nazis verfolgte Jüdin Margot Friedländer zum zweiten Mal deutsche Staatsbürgerin. Am Dienstag übergab Innensenator Ehrhart Körting (SPD) der 86-Jährigen die Urkunde zur Wiedereinbürgerung. Die gebürtige Berlinerin, deren Mutter und Bruder in Auschwitz ermordet wurden, lebte ab 1943 im Untergrund, bevor sie 1944 nach Theresienstadt deportiert wurde. Nach Kriegsende emigrierte sie in die USA. Jetzt will sie ihren Lebensmittelpunkt von New York zurück nach Berlin verlegen. Bekannt wurde Margot Friedländer durch den Dokumentarfilm „Don’t call it Heimweh“. Körting sagte, es sei „eine große Geste Margot Friedländers, die Staatsangehörigkeit ihrer alten Heimat, die ihr und ihrer Familie so schreckliches Leid zugefügt hat, wieder anzunehmen“. wie

Bürgerbegehren für Erhaltung

der Ku’damm-Bühnen beantragt

Der Verein „Rettet die Ku’damm-Bühnen“ hat ein Bürgerbegehren zur Erhaltung der beiden Berliner Theater beantragt. Mit ihm sollen Bezirksamt und Bezirksparlament von Charlottenburg-Wilmersdorf aufgefordert werden, den Bestand der beiden Häuser zu sichern, wie der Verein am Mittwoch mitteilte. Auftakt der Aktion sei die Lange Nacht der Opern und Theater am kommenden Samstag in Berlin. Bei einem Erfolg der Unterschriftensammlung, zu der die Einwohner von Charlottenburg und Wilmersdorf aufgerufen sind, werde der „moralische Druck“ auf die Ämter steigen, sagte Laur. Ende 2008 war beschlossen worden, dass die beiden Theater beim Umbau des Ku’damm-Karrees weichen müssen und stattdessen in dem Komplex eine neue Bühne errichtet wird. ddp

Feuerwehr: Bitte keine Notrufe

per SMS senden

Notruf-SMS sollen grundsätzlich nicht an die Berliner Feuerwehr geschickt werden. Das teilte die Feuerwehr mit. Es müsse bei einer Notrufmeldung eine Rückfrage möglich sein. Hintergrund sind Berichte über sogenannte Seniorenhandys, die über eine spezielle Notruftaste verfügen. ddp

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