Berlin : NACHRICHTEN

Anzeigen gegen Riesenrad-Chef

wegen Verdachts der Untreue

Mit dem Riesenrad am Bahnhof Zoo, für das es bisher nur ein leergeräumtes Grundstück und keine Baukredite gibt, befasst sich jetzt auch die Staatsanwaltschaft. Wie die Ermittlungsbehörde am Dienstagabend mitteilte, wurde gegen drei Verantwortliche Anzeige erstattet. Bei einem der Beschuldigten soll es sich um Michael Waiser handeln, den Chef der Great Berlin Wheel GmbH. Es geht um den Verdacht der Veruntreuung von Anlegergeldern. Die Münchener Anwaltskanzlei Mattil & Kollegen stellte am 19. März Strafanzeige gegen leitende Fondsmitarbeiter. Für Aussichtsräder in Berlin, Peking und Orlando wurden 2006 rund 208 Millionen Euro in einem geschlossenen Immobilienfonds eingesammelt. 19 Millionen Euro sind noch da. Das Projekt steht vor dem Aus und die Fondsgesellschaft, hinter der die niederländische ABN Amro Bank steht, bietet den Anlegern nun einen Vergleich an. Sie sollen 60 Prozent ihrer Einlagen zurückerhalten. Dagegen will eine Initiative „Pro Riesenrad“ möglichst viele Fondszeichner überreden, den Vergleich auszuschlagen und den Riesenrad-Plan mit neuer Geschäftsführung zu retten. za

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