Berlin : Nachrichten

-

Erst kamen sie als Näherinnen und Fließbandarbeiterinnen, dann nur noch als Ehefrauen und Töchter: 40 Jahre nach Beginn der türkischen Einwanderung leben rund 70000 Türkinnen in Berlin, ein Drittel von ihnen mit deutschem Pass. Das Bild, das sich Deutsche von Türkinnen machen, hat wenig Nuancen. Es ist das Bild einer Frau, die mit Kindern durch Kreuzberg oder Neukölln geht. Notiz von ihnen nimmt die Öffentlichkeit meist nur, wenn über die Kopftuchfrage diskutiert wird oder wenn Verbrechen passieren: Allein in Berlin wurden in den vergangenen Monaten sechs Türkinnen Opfer so genannter Ehrenmorde. Weil sie selbstbestimmt leben wollten. Deutsche können nur ahnen, in welchem Zwiespalt viele türkische Mädchen und Frauen leben: zwischen patriarchalischen Strukturen und westlichem Lebensstil. Unsere Serie beleuchtet diesen Zwiespalt. Und Probleme, die die Situation verschärfen, wie etwa der EhegattenNachzug. Doch es geht nicht nur um misslungene Beispiele von Integration, sondern auch um Frauen, die sich behaupten. Die sich, wie in unserer heutigen Folge, befreit haben: von einer Zwangsehe, von ihrem alten Leben. Tsp

Diese Serie finden Sie auch auf Türkisch im Internet unter www.tagesspiegel.de/tuerkinnen

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar