Berlin : Nachrichten

-

Es war die letzte große Schlacht, die in Europa im Zweiten Weltkrieg geschlagen wurde. Die Spuren des Kampfes um Berlin – Ruinen, Einschusslöcher, Brachen – sind bis heute zu sehen. Der Tagesspiegel erinnert in einer Serie an jene Ereignisse vor 60 Jahren, die mit der Kapitulation der deutschen Truppen in Berlin am 2. Mai und mit der Kapitulation der gesamten Wehrmacht am 8. Mai endeten.

Unsere Serie beschreibt in den kommenden Tagen, wie die am 16. April gestartete sowjetische Offensive gegen Berlin aussah. Der Historiker Richard Lakowski fasst die militärische Entwicklung zusammen, Berichte von Zeitzeugen, Fotos, Grafiken und historische Dokumente ergänzen seine Schilderung. Zusätzlich werden TagesspiegelRedakteure einzelne Ereignisse ausführlicher beschreiben, die für Berlin und Brandenburg besonders bedeutsam waren. Informationen zu aktuellen Veranstaltungen runden den Schwerpunkt ab. Zusätzlich zu dieser Serie über die Ereignisse in Berlin und Brandenburg werden in den nächsten Wochen auch in allen anderen Ressorts des Tagesspiegels Berichte, Reportagen, Erinnerungen und Analysen zum 60. Jahrestag des Kriegsendes in Europa veröffentlicht.

Berlin war im April 1945 bereits eine schwer vom Krieg gezeichnete Stadt. Seit 1940 hatten die britische und später auch die amerikanische Armee regelmäßige Bomberangriffe geflogen, Zehntausende Berliner waren den Angriffen zum Opfer gefallen, Hunderttausende wurden obdachlos. Die militärische Lage des nationalsozialistischen Deutschland war hoffnungslos. Dennoch war die NSFührung nicht bereit, den aussichtslosen Kampf zu beenden, sondern beschloss, sich der Roten Armee entgegenzustellen.

In Berlin nahm die Rote Armee einen Stadtbezirk nach dem anderen ein, von Weißensee am 21. April über Köpenick bis hin zu den erbitterten Kämpfen im Stadtzentrum und der Eroberung des Reichstagsgebäudes am 30.April 1945. Am 2. Mai endeten die Kämpfe in Berlin. Aus der Reichshauptstadt war „der Schutthaufen bei Potsdam“ geworden, wie der aus dem Exil heimkehrende Bertolt Brecht seine Heimatstadt später einmal beschrieb. lvt

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben