Berlin : Nachrichten

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Es gibt eine Vielzahl von Nutzungsideen für den Standort des Palastes der Republik. Ein Architekt möchte den SchlossAufbau mit der Schlossapotheke beginnen und dann den Rest über Generationen „wie eine gotische Kathedrale“ dazufügen. Ein anderer möchte einen Parkplatz anlegen. Alexander Brodsky will den Palast zum „Hotel Berlin“ machen. Doch kein Entwurf für ein modernes Bauwerk hätte das vom Bundestag beschlossene Gebäude mit den historischen Fassaden bisher schlagen können. So gibt es immer neue Pläne, Teile des Palastes der Republik stehen zu lassen. Die Architekten Derdau und Bankert möchten auf dem Schloßplatz einen Würfel, der sich „Europeum“ nennt und eine „Europaakademie“ beherbergen soll, das sprichwörtliche „europäische Haus“ also. Und der Architekt des Großen Saals im Palast der Republik, Manfred Prasser, hat vorgeschlagen, den Saal mit seiner Multifunktionalität in den Schlossneubau zu integrieren, was nicht nur Kosten sparen, sondern auch der kulturellen Nutzung des Gebäudes dienen würde. Er meint, hinter der Schlossfassade müsste der erste Mann im Staate residieren und repräsentieren. Auch daran scheiden sich die Geister. Lo.

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