Berlin : Nachrichten

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Der Weg durch den Bahnhof Friedrichstraße, wie ihn der Zeichner Robinson (Werner Kruse) um 1980 rekonstruiert hat: Er begann auf dem Bahnsteig und führte dann entlang der roten Linie durch den Verbindungstunnel zum SBahnhof . Dort kamen auch die Besucher vom S-Bahnhof aus Richtung Bahnhof Zoo hinzu und gingen zum eigentlichen Grenzübergang im Erdgeschoss des Bahnhofs . Dort wurden sie durch die DDR-Grenzposten eingewiesen, entweder zu den Kabinen für die Kontrolle von Bundesbürgern und Ausländern

oder zu den Ausweis-Kontrollen für West-

Berliner , die einen speziellen Berechtigungsschein brauchten. Es folgten die Schalter der DDR-Notenbank für den Zwangsumtausch , bevor die Kontrollprozedur dann am scharf bewachten Ausgang

endete. Ost-Berliner durften sich nur bis zur Sperre nähern. Das Bild zeigt ferner die Trennwand zwischen Fernbahn- und S-Bahn-

Halle , den Fernbahnsteig zur Abfertigung der „Interzonenzüge“ und den S-Bahnsteig Richtung Alexanderplatz . Die blaue Linie, beginnend am Punkt , zeigt die Ausreise: Den Weg zum „Tränenpalast“ mit der Ausweiskontrolle und den Schaltern, wo das restliche DDR-Geld auf einem Konto deponiert oder gespendet werden konnte

bis zum Durchgang der wieder zum Ausgangspunkt führte.

Die Abbildung stammt aus dem Plan

„Grenz- und Geisterbahnhöfe“ , der bei Bien&Giersch (Edition Panorama Berlin) erschienen ist und außerdem eine Reihe anderer Pläne und Fotografien sowie erläuternde Texte und Grafiken zur Geschichte des Grenzübergangs Friedrichstraße enthält. (www.panorama-berlin.de, 3,50 Euro.)

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