Nachruf auf Christian-Ulrich Behring : Ein Leben mit dem Tagesspiegel

Unser Kollege Christian-Ulrich Behring ist mit 70 Jahren verstorben.

Christian-Ulrich Behring, hier ohne die geliebte Fliege.
Christian-Ulrich Behring, hier ohne die geliebte Fliege.Foto: privat

Es gibt Kollegen, die leben im, mit und für den Tagesspiegel. Christian-Ulrich Behring sollte einer von ihnen werden, als er nach ersten Berufsjahren beim Ullstein-Verlag Mitte der 1970er Jahr zum Tagesspiegel kam. Dort leitete er einige Jahre die Geschäftsstelle in Zehlendorf. Von 1982 an engagierte er sich im Betriebsrat, anderthalb Jahrzehnte davon als Vorsitzender. In dieser Funktion hatte er schwierige Zeiten zu überstehen, als nach der Wende in den 90er Jahren ein massiver Personalabbau mit einem Sozialplan flankiert werden musste. In der Unterstützungseinrichtung des Tagesspiegels, die Kolleginnen und Kollegen zur Seite steht, spielte er eine maßgebliche Rolle. Christian-Ulrich Behring engagierte sich auch im Spendenverein des Tagesspiegels für die Aktion „Menschen helfen!“, wo er sich um die richtige Verwendung der von unseren Leserinnen und Lesern gespendeten Gelder kümmerte.

Ein begeisterter Freund Polens und der klassischen Musik

Eine seiner großen Leidenschaften waren die Menschen und die Kultur in Polen, deshalb spickte er Ausführungen auch gerne mit dem so geliebten Polnisch. Und um den Hals trug er gern eine rote Fliege zum weißen Hemd: die polnischen Nationalfarben. Christian-Ulrich Behring war ein begeisterter Freund der klassischen Musik. Die Hälfte seines Lebens, so überschlagen Freunde, habe er wohl in der Philharmonie verbracht, und das Größte war für ihn ein Wagner-Abend in Bayreuth.

Sein Zimmer im Hospiz hing voller Plakate der Berliner Philharmoniker, zu dessen Freundeskreis er selbstverständlich gehörte. Viele der Freundinnen und Freunde gratulierten ihm am 22. Mai am Krankenbett zum 70. Geburtstag. Er mobilisierte die letzten Kräfte, die ihm der Krebs noch gelassen hatte. Am Sonntagabend ist Christian-Ulrich Behring gestorben. Er bleibt uns mit seiner fröhlichen, engagierten und verschmitzten Art in Erinnerung. (Tsp)

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