Berlin : Nacht der offenen Kirchen

nzo/wil

Mehr als 130 christliche Gemeinden in Berlin laden am Pfingstsonntag (11. Juni) zu einer "Nacht der offenen Kirchen" ein. Die an der Aktion beteiligten Gemeinden - teilweise in Kooperation mit benachbarten Gemeinden - werden mindestens in der Zeit von 20.00 bis 24.00 Uhr ihre Kirche oder Gemeinderäume geöffnet haben. Fast überall gibt es musikalische Angebote und Gebetsstunden sowie Kirchenführungen und Turmbesteigungen.Alle 26 im Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg zusammengeschlossenen Kirchen und Gemeinschaften hätten die Idee aufgegriffen, sagte der katholische Erzbischof und Vorsitzende des Ökumenischen Rates, Kardinal Georg Sterzinsky . Der Pfingsttag bringe zum Ausdruck, "was alle christlichen Kirchen miteinander verbindet". Angesprochen werden sollten besonders auch Neugierige und Fragende, die sonst nicht den Mut hätten, in eine Kirche zu gehen, so der Kardinal.

Der Bischof der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, Wolfgang Huber, bezeichnete die Aktion als "gutes Signal für den Stand der ökumenischen Zusammenarbeit, den wir zu Beginn dieses Jahrhunderts erreicht haben". Sie sei auch eine wichtige Station auf dem Weg zum Ökumenischen Kirchentag in Berlin 2003. Durch die Teilnahme der Freikirchen, der orthodoxen Kirchen und der Ausländergemeinden werde sichtbar, dass die Ökumene über die Beziehungen zwischen katholischer und evangelischer Kirche hinausgehe.

Turmbesteigung, Mitternachtseintopf, "Hip-Hop-Ambiance"

Einzelne Gemeinden bieten einen Imbiss oder "Mitternachtseintopf" an, es gibt auch Filmvorführungen, Diavorträge, liturgischen Tanz sowie in der freikirchlichen Neuköllner Lydia-Gemeinde eine "Hip-Hop-Ambiance". Zum Abschluss findet am Pfingstmontag um 10.00 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche statt. Eine Übersicht über die geplanten Veranstaltungen gibt es in den beteiligten Kirchen sowie unter www.offenekirchen.de .

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