Nachwuchs : Berliner Zoo zeigt das neue Baby-Hippo

Es ist pummelig und hat eine große Klappe: das neue Baby-Flusspferd im Berliner Zoo. Jetzt durfte es seinen ersten Ausflug unternehmen. Allerdings musste jemand dabei helfen. Was es noch für Tierkinder gibt, sehen Sie in unserer Fotostrecke.

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Auf Tauchstation. Mit Mutter "Kathi" durfte das neue Flusspferd-Junge erstmals ins Schaubecken des Berliner Zoos.
Auf Tauchstation. Mit Mutter "Kathi" durfte das neue Flusspferd-Junge erstmals ins Schaubecken des Berliner Zoos.Foto: Laurin Schmid

Ein wenig erinnert es ja an einen Termin einer königlichen Familie, wenn der Nachwuchs bei den Sympathieträgern des Zoos vorgestellt wird: Kameras richten sich auf das Kleine, auch der feinste Ohrenwackler wird für die zoologisch interessierte Nachwelt festgehalten. Es ist ja auch zu drollig, wenn ein Minifant herumrüsselt, oder ein speckrolliges Etwas auf Tauchstation geht.

Tierbabys in Berlin
Ein Vierteljahr nach seiner Geburt hat der kleine Lippenbär aus dem Zoo nun einen Namen: Balou.Weitere Bilder anzeigen
1 von 272Foto: Silas Stein//dpa
03.04.2017 14:33Ein Vierteljahr nach seiner Geburt hat der kleine Lippenbär aus dem Zoo nun einen Namen: Balou.

Ja, bei den Flusspferden hat es Ende November Nachwuchs gegeben. Seit dem legendären „Knautschke“ (1943–1988) gelten sie ja als so was wie die Ober-Royals des Zoologischen Gartens. Muttertier „Kathi“ (geb. 1975) konnte am Freitag dabei beobachtet werden, wie sie ihr Junges – besser: ihren Jungen – der restlichen Flusspferdherde präsentierte. Die schaute interessiert zu, wie der noch namenlose Kleine durchs Naturtrüb des Beckens paddelte, während Kathi hie und da helfende Stupser verteilte. In freier Wildbahn besteht in solchen Momenten Gefahr für Leib und Leben, weil bisweilen ein Krokodil ins Babyschwimmen platzt...

Allerdings wissen sich Flusspferde zu verteidigen, und wenn es um ihren Nachwuchs geht, können sie rasend werden. Denn die Pummel aus dem Süden sind ungemütlicher als sie aussehen. Mancher spricht sogar von der „gefährlichsten Tierart Afrikas“, weil angeblich mehr Menschen durch sie getötet werden als etwa durch Löwen oder Leoparden – verlässliche Zahlen gibt es jedoch nicht. Fest steht aber, dass Homo sapiens weitaus gefährlicher für Hippopotamus amphibius ist als umgekehrt. Schon seit 2006 steht das Flusspferd auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere. In den letzten zehn Jahren sind die Bestände um bis zu 20 Prozent zurückgegangen. Flusspferde werden wegen ihrer Haut, ihres Fleisches oder ihrer Zähne gejagt, und sie verlieren durch Besiedlung und Raubbau ihren Lebensraum. 130 00 bis 150 000 Tiere soll es nur noch geben – plus Hippo Namenlos im Zoo.

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