Nahverkehr : BVG-Konflikt: Tarifparteien reden wieder

In den Tarifkonflikt bei der BVG ist gestern Abend wieder Bewegung gekommen. Nach Informationen des Tagesspiegel fand ab 20 Uhr ein erneutes Gespräch zwischen BVG, Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) und Vertretern von Verdi statt.

Ein Ergebnis lag bis Redaktionsschluss nicht vor. Zuvor hatte Verdi-Chefin Susanne Stumpenhusen gesagt, dass man sich bemühe, eine einvernehmliche Lösung am Verhandlungstisch zu erzielen. Verdi steht derzeit unter einem gewissen Termindruck, da am Mittwochnachmittag die Tarifkommission der Gewerkschaft erneut tagt. Obwohl derzeit keine sogenannten Spontanstreiks geplant sind, will die Gewerkschaft das gerichtliche Verbot rechtlich überprüfen und gegebenenfalls dagegen vorgehen.

Unterdessen haben gestern Verdi und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft mit ihrer Urabstimmung im Tarifstreit für die 60 000 Beschäftigten im Berliner öffentlichen Dienst begonnen. Die Gewerkschaft der Polizei ruft bereits seit der vergangenen Woche ihre Mitglieder dazu auf, über einen Arbeitskampf im öffentlichen Dienst abzustimmen. Das Ergebnis soll am 28. April vorliegen. Ein unbefristeter Streik könnte dann am nächsten Tag beginnen. Die Gewerkschaften wollen Einkommenserhöhungen von 2,9 Prozent sowie drei Einmalzahlungen in Höhe von je 300 Euro durchsetzen.

Im Einzelhandel haben gestern nach Verdi-Angaben rund 400 Beschäftigte für einen Tag die Arbeit niedergelegt und sich am Vormittag an einer Streikversammlung vor dem Haus des Arbeitgeberverbandes am Mehringdamm in Kreuzberg beteiligt. Der Tarifkonflikt schwelt schon seit acht Monaten. sik

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