Nahverkehr : BVG will Preise "moderat" erhöhen

Die Berliner Verkehrsbetriebe verhandeln derzeit mit dem Senat über eine moderate Preiserhöhung ab 2008. "Eine Erhöhung von zwei Prozent ist sicherlich die obere Grenze", heißt es bei der SPD. Außerdem will das Unternehmen nach Mitte ziehen.

BVG-Fahrgast
Ein Fahrgast der BVG kauft sich eine Fahrkarte.Foto: ddp

BerlinDie Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) verhandeln derzeit mit dem Senat über eine moderate Preiserhöhung. Der neue Vertrag soll ab dem 1. Januar 2008 gelten. "Eine Erhöhung von zwei Prozent ist sicherlich die obere Grenze", sagte der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Christian Gaebler, der "Berliner Morgenpost" zufolge. Der Senat will sich an der Inflationsrate orientieren. Den größten Wert legen die Politiker darauf, das Angebot für die Fahrgäste "auf breiter Palette" zu erhalten.

Die BVG verhandelt mit den Senatsverwaltungen für Wirtschaft, Finanzen und Stadtentwicklung über einen neuen Verkehrsvertrag. Es geht um neue Preise, Landeszuschüsse und die Qualität der Angebote des Verkehrsdienstleisters. Zu den laufenden Verhandlungen gibt es noch keine offiziellen Statements. BVG-Sprecher Klaus Wazlak sagte lediglich: "Wir brauchen den Vertrag so schnell wie möglich und sind froh, wenn er im Herbst dieses Jahres vorliegt."

Das Neue an dem Vertrag: Der BVG sollen erstmals klare Standards vorgeschrieben werden. Wenn sie diese nicht einhält, bekommt sie Sanktionen. "Damit sollen aber nicht nur Abzüge möglich sein, sondern auch ein Bonus, wenn Leistungen über das bestehende Maß hinaus erbracht werden", heißt es der "Morgenpost" zufolge aus Senatskreisen.

Umzug geplant

Die Verkehrsbetriebe wollen außerdem von Schöneberg nach Mitte umziehen. Für das traditionsreiche Gebäude in der Potsdamer Straße hat die BVG einen Käufer. Neuer Verwaltungssitz soll jetzt das Trias-Gebäude in der Holzmarktstraße nahe der Jannowitzbrücke werden. In die drei Bürotürme will die BVG bis Sommer 2008 vollständig umziehen. Der Berliner Zeitung zufolge soll das Unternehmen durch den Verkauf 36 Millionen Euro einnehmen, mit denen die Schulden der BVG reduziert werden sollen. Außerdem bringt der Umzug dem Unternehmen finanzielle Vorteile: Da die BVG in Zukunft ein "Ostbetrieb" wird, muss sie weniger an die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) abführen. (tso/mhz)

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