Nahverkehr : Erhebliche Mängel an Berliner Bahnhöfen

Die Bahnhöfe in Berlin und Brandenburg weisen erhebliche Mängel auf. Das hat eine Untersuchung des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) ergeben. An knapp zwei Drittel der Bahnhöfe besteht "direkter Handlungsbedarf".

Der VBB hat insgesamt 66 Bahnhöfe in der Region Berlin-Brandenburg nach den von der Bahn selbst vorgegebenen Mindestanforderungen untersucht und mit einer ähnlichen Qualitätsanalyse von 2006 verglichen.

"An 49 von 66 Bahnhöfen wurden Mängel festgestellt", heißt es der "Berliner Zeitung" zufolge in dem Qualitätsbericht. Davon bestehe allein bei 41 Bahnhöfen ein "direkter Handlungsbedarf". Zwar habe der VBB bereits 2006 zahlreiche Bahnhöfe untersucht und Verbesserungen gefordert, in der Summe seien aber keine Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr feststellbar.

Ostbahnhof fällt zurück

Besonders schlecht hätten die Brandenburger Bahnhöfe abgeschnitten. Während zehn Stationen im Vergleich zum Vorjahr eine bessere Qualität aufgewiesen hätten, habe sich der Zustand an 15 Bahnhöfen gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. In Berlin schnitten die Bahnhöfe insgesamt gut ab. Nur eine Station, der Ostbahnhof, sei hinter sein Qualitätsniveau zurückgefallen, an vier Stationen sei das Niveau verbessert worden.

Als gravierenden Mangel bezeichnete der VBB, dass an 23 Bahnstationen kein Bahn-Personal mehr anwesend sei. Zuletzt seien von den Bahnhöfen Bernau, Fürstenwalde und Lübbenau Bahn-Serviceteams abgezogen worden. Untersucht wurden unter anderem die Fahrplanaushänge, Lautsprecheransagen, die Zuganzeigen, Bahnhofsuhren und die Leistungen des Personals. (mist/ddp)

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