Nahverkehr in Berlin : BVG will für 3,1 Milliarden Euro U- und Straßenbahnen kaufen

Zunächst sollen für die U-Bahn mindestens 182 Wagen für die schmaleren Schächte der Linien U1 bis U4 sowie mindestens 264 Wagen für das Großprofil der anderen Linien beschafft werden.

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Die BVG investiert in neue U-Bahn- und Straßenbahnzüge.
Die BVG investiert in neue U-Bahn- und Straßenbahnzüge.Foto: dpa

Die BVG geht gegen den Fahrzeugmangel und den überalterten Fahrzeugbestand vor: Der Aufsichtsrat hat jetzt beschlossen, dass das Unternehmen bis 2035 für insgesamt 3,1 Milliarden Euro neue Züge für die U-Bahn und die Straßenbahn beschaffen kann. Finanziert werden sollen sie nach bisherigem Stand über eine Extra-Gesellschaft, die dafür Kredite aufnehmen kann.

Zunächst sollen für die U-Bahn mindestens 182 Wagen für das schmalere Kleinprofilnetz der Linien U1 bis U4 sowie mindestens 264 Wagen für das Großprofil der anderen Linien beschafft werden. Die Straßenbahn soll in einem ersten Schritt mindestens 80 Zweirichtungsfahrzeuge in verschiedenen Längen erhalten. Ausschreibungen seien vorbereitet und würden in Kürze erfolgen, teilte die BVG weiter mit.

U-Bahnen sind teilweise 50 Jahre alt

Die U-Bahnen sind teilweise rund 50 Jahre alt. Die Unterhaltung in den Werkstätten wird immer aufwändiger und teurer. Die BVG lässt ihre Fahrzeuge deshalb auch schon zum Teil in anderen Unternehmen reparieren. Weil der Senat zudem jahrelang nicht bereit war, neue Fahrzeuge bestellen zu lassen, gibt es heute zudem zu wenig Züge für den laufenden Betrieb in der wachsenden Stadt. Lediglich für die Linien U1 bis U4 läuft derzeit eine Bestellung für 38 neue Vier-Wagen-Züge, die Stadler in Pankow produziert.

Elf  Züge werden durch Tritte so verbreitert, dass sie auch auf den Linien mit den breiteren Fahrzeugen fahren können. Innen gibt es dann aber nicht mehr Platz.

Bei der Straßenbahn will die BVG den Vertrag mit Bombardier über die Lieferung von insgesamt 206 Flexity-Bahnen voll ausschöpfen. Der Bau weiterer Fahrzeuge muss dann erneut ausgeschrieben werden.

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Hier ist der neue BVG-Spot
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