Nahverkehr in Berlin : Warum die U 7 gerade so viel Ärger macht

Auf der U-Bahnlinie 7 häufen sich die Baustellen. Die BVG modernisiert viele Stationen und baut Aufzüge. Eine Übersicht über Baumaßnahmen und Sperrungen.

Vom Schmuddeleck zum Schmuckstück. So stellen sich die Planer künftig den Bahnhof Yorckstraße vor.
Vom Schmuddeleck zum Schmuckstück. So stellen sich die Planer künftig den Bahnhof Yorckstraße vor.Simulation: Birkel Unger & Partner

Die U 7 zwischen Rathaus Spandau und Rudow ist mit 31,8 Kilometern die längste U-Bahn-Linie der BVG und hat mit 40 Stationen folglich die meisten Bahnhöfe. Und sie ist derzeit auch führend bei den Baustellen. Gebaut wird an der gesamten Strecke. Zum Teil mit gravierenden Einschränkungen für Fahrgäste wie Streckensperrungen. Und auch der Fahrplan gerät häufig durcheinander. Ein Überblick.

Sperrung

Noch bis voraussichtlich 12. Februar ist derzeit der Abschnitt Jakob-Kaiser-Platz–Richard-Wagner-Platz unterbrochen. Im Bahnhof Jakob-Kaiser-Platz, dem Umsteigebahnhof zu den Bussen zum Flughafen Tegel, erfordern die laufenden Sanierungsarbeiten jetzt die Vollsperrung. Auch ein Aufzug wird eingebaut. Die Busse der Linie X 9 halten zusätzlich an den Stationen Richard-Wagner-Platz und Mierendorffplatz und ersparen so mehrmaliges Umsteigen.

Zitadelle

Weil der Bahnhof Zitadelle Aufzüge erhält, fahren die Züge Richtung Rudow noch bis voraussichtlich 10. Februar ohne Halt durch die Station.

Bismarckstraße

Im Bahnhof Bismarckstraße, der Umsteigestation zu den Zügen der U 2 (Pankow–Ruhleben), halten zwar die Züge – aber mitten in einer Baustelle. Die Wand- und Deckenelemente sind schon seit Monaten entfernt. Mit dem nackten Beton wirkt die Station fast wie eine Höhle. Informationen sind rar, die elektronischen Daisy-Anzeigen sind abgebaut. Aber immerhin haben Abfallbehälter „überlebt“.

Halemweg

Gefühlt seit Ewigkeiten zeigt sich die Station ebenfalls im „Beton-Look“; nur an der Decke hängen vereinzelt noch einige Platten. Hier baut die BVG ebenfalls noch einen Aufzug ein.

Bayerischer Platz

Das neue Empfangsgebäude – mit Café – ist längst fertig. Eine undichte Stelle in der Decke des Zwischengeschosses aber ist immer noch nicht beseitigt. Und von dem für 2016 versprochenen Aufzug ist auch noch nichts zu sehen.

Yorckstraße

Seine orangefarbenen Fliesen hat die Station Yorckstraße vor Wochen verloren. Auch dort gibt es jetzt an den Wänden nur Beton zu sehen. Die BVG will die Station völlig neu gestalten.

Rudow

Weiter eine Baustelle ist auch die Endstation Rudow, die vor allem für die Busse zum künftigen BER neue Ausgänge zu den Haltestellen erhält. Auch der Bahnsteigbereich wird umgestaltet.

Aufzüge

Gebaut wird auch in den Stationen Siemensdamm, Adenauerplatz und Karl-Marx-Straße. Sie erhalten Aufzüge.

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