Nalepastraße : Strafanzeige gegen Eigentümer

Auf dem Gelände des ehemaligen DDR-Rundfunks an der Nalepastraße ist der Eigentümer offenbar in finanzielle Schwierigkeiten geraten. So können die Mieter nicht mehr telefonieren.

Berlin - Seit rund drei Wochen ist die zentrale Telefonanlage, an die die Mieter angeschlossen sind, beeinträchtigt. "Zunächst konnten wir nicht mehr heraus telefonieren. Jetzt ist die Anlage vollends ausgeschaltet", sagte Klaus-Peter Beyer, Intendant des Filmorchesters Babelsberg.

"Auf Anfrage bei der Telekom erhielten wir die Auskunft, es gebe Schwierigkeiten bei der Buchhaltung. Zu vermuten ist, dass die Rechnung nicht beglichen wurde. Da wir dafür bezahlen, reichen wir nun Strafanzeige wegen Unterschlagung bei der Staatsanwaltschaft ein", kündigte Beyer an. Die "Go East Invest SE", die für die Verwaltung des Geländes zuständig ist, wollte sich nicht dazu äußern.

Der Eigentümer Nalepa Projekt GmbH hatte im November 2005 in einem undurchsichtigen Geschäft den Teil des Geländes mit den denkmalgeschützten Gebäuden und Studios erworben. Der Kaufpreis bestand laut Kaufvertrag ausschließlich aus der Pflicht, die "dem Makler geschuldete Provision zu zahlen". Der Weiterverkauf an die Berliner Kommanditgesellschaft Keshet unter dem Eigentümer Albert Ben-David, der am 1. Oktober 2006 abgeschlossen werden soll, erfolgt Presseberichten zufolge zum Preis von 3,9 Millionen Euro. Als Eigentümer gilt Keshet erst, wenn der Kaufpreis bezahlt ist. (tso/ddp)

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben