Berlin : Namensschilder in Taxis

Senat regt Verbesserungen wegen Beschwerden an Fahrer klagen über wirtschaftliche Schwierigkeiten

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Taxis sollen nach dem Willen des Senats mit einen Namensschild des Fahrers ausgestattet werden, zu dem auch ein Foto des Fahrers und die Angabe des Taxiunternehmens gehören. Das geht aus einem Bericht des Senats an das Abgeordnetenhaus hervor, den Staatssekretärin Maria Krautzberger am gestrigen Dienstag vorgestellt hat. Das – freiwillig anzubringende – Namensschild solle es unzufriedenen Fahrgästen leichter machen, sich zu beschweren, sagte die Staatssekretärin. Noch immer höre man von Fahrgästen Klagen über unfreundliche Fahrer, die ihre Passagiere durch Missmut dafür büßen ließen, dass diese nur fünf Kilometer weit gefahren werden wollten. Allerdings wird es keine Verpflichtung dazu geben; dazu wäre eine bundesweite Regelung notwendig.

Weitere Vorschläge des Senats sollen ebenfalls zur Verbesserung der TaxenQualität beitragen – allerdings auch nur auf freiwilliger Basis. Zur Entwicklung eines Gütesiegels müssten sich die Taxi-Unternehmerverbände selbst verpflichten, sagte Krautzberger. Auch Spezialtarife zu besonderen Tageszeiten werde es nur geben, wenn sich die Verbände stadtweit darüber einigten. Es gebe allerdings unterschiedliche Auffassungen zwischen den Taxi-Unternehmern.

Der Senat unterstützt außerdem einen bundespolitischen Vorstoß, um zu neuen Regelungen gegen Schwarzarbeit im Taxi-Gewerbe zu kommen. Die Ideen dazu stammen aus Niedersachsen, das eine entsprechende Bundesratsinitiative unternommen hat. Um besser gegen schwarzarbeitende Taxifahrer vorgehen zu können, müssten allerdings technische und datenschutzrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Anlass für den Bericht waren Klagen von Taxifahrern über wachsende wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die zeigen sich an der Zahl der Konzessionen: 6636 gab es im vergangenen Jahr; 7222 waren es 1993 gewesen. wvb.

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