Nationalparkgesetz : Schutzzonen sollen ausgeweitet werden

Mit der geplanten Novelle des Nationalparkgesetzes zum Unteren Odertal will die brandenburgische Landesregierung vor allem die Schutzzonenausweisung neu regeln.

Potsdam - Wie Umweltminister Dietmar Woidke (SPD mitteilte, soll nach der für Herbst erwarteten Verabschiedung des Gesetzes mehr als die Hälfte der Fläche des Nationalparks als Schutzzone 1 ausgewiesen sein.

Knapp ein Drittel dieser Fläche (1584 Hektar) werde der Schutzzone 1a angehören, erläuterte Woidke. In diesem Bereich gebe es keinerlei wirtschaftliche Nutzung. Weitere 3636 Hektar des Nationalparks sollen ihm zufolge zur Schutzzone 1b kommen. Diese Flächen sollen erst im Zuge des laufenden Flurbereinigungsverfahrens aus der wirtschaftlichen Nutzung herausgelöst werden. "Nicht praktikabel" ist nach Angaben des Ministers, Termine festzulegen, bis zu denen in der Schutzzone 1b die Nutzung eingestellt werden muss.

In den elf Jahren seit Gründung des Nationalparks habe sich herausgestellt, dass das Verbot der Nutzung in der Schutzzone 1 "wesentlich komplizierter als ursprünglich angenommen" sei, fügte der Minister hinzu. Das neue Gesetz soll zeitaufwändige Schutzzonen-Ausweisungsverfahren, wie sie nach derzeitiger Rechtslage vorgeschrieben sind, künftig überflüssig machen. (tso/ddp)

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