Naturschutz : 200 Mauersegler vor Hungertod bewahrt

Der heiße Juli hat zahlreiche junge Mauersegler aus ihren Nestern vertrieben. Dank aufmerksamer Berliner konnten einige hundert gerettet werden.

Der Naturschutzbund Nabu hat während der Hitzewelle im Juli eigenen Angaben zufolge knapp 200 Mauersegler in Berlin gerettet. Die meist noch nicht flugfähigen Jungvögel seien aus ihren überhitzten Nestern an Mauern geflüchtet und auf Bürgersteigen oder Höfen gelandet. Überlebt hätten sie dank aufmerksamer Berliner, die sie aufgesammelt und zu Einrichtungen des Nabu gebracht hätten. Dort seien sie von den Tierschützern aufgepäppelt und anschließend in Freiheit entlassen worden. Diese Arbeit sei nicht einfach, da besondere Kenntnisse nötig seien, um die Tiere nicht lebensbedrohlich zu verletzen. Zudem dauere eine Fütterung zehn Minuten und müsse alle zwei Stunden durchgeführt werden, hieß es.

Der Tierschutzbeauftragte des Senats, Klaus Lüdcke, warf den Naturschutzbehörden vor, das Problem zunächst völlig verkannt zu haben. „Was da passierte, ist einer Stadt wie Berlin unwürdig“, sagte er am Montag. Laut Nabu leben rund 30 000 Mauersegler in Berlin. In rund zwei Wochen machen sie sich schon wieder auf den Weg nach Südafrika. ddp/obs

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