Naturschutzzone : Ja? Nein! Ja? Der Ärger um die Promi-Hochzeit auf Sylt

Das Zelt war riesig, die Hochzeit das Top-Thema auf der Insel. Sogar von Elton John als Gast ist die Rede. Doch dann meldeten sich die Behörden.

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Ganz oben im Norden: Sylt.
Ganz oben im Norden: Sylt.Foto: Imago

Hätte so schön gepasst: eine Hochzeitsfeier in den Dünen von Sylt, ein weißes Zelt am Boden, der Himmel strahlend blau. Und das Wetter: herrlich! Geladen ist angeblich auch Elton John, wobei das ein Gerücht sein könnte, und davon gibt es bekanntlich so einige auf der Promi-Insel an der Nordsee.

Dort wollte die Tochter des Unternehmers Hasso Plattner, der sich durch sein Institut und seine städtebaulichen Initiativen in Potsdam einen Namen gemacht hat, laut „Sylter Rundschau“ feiern. Der Haken: Die Party, die seit Tagen das Top-Thema auf der Insel ist – von "Bild" bis "Hamburger Abendblatt" –, dürfe so nicht stattfinden, berichtet die Zeitung. Die Nutzung des Hochzeitszelts, das nicht zu übersehen ist, wurde demnach kurz vor der Trauung von der Naturschutzbehörde Schleswig-Holstein untersagt.

Das möchte man selbst nicht miterleben: Da wird monatelang die Hochzeit geplant, sehr viel diskutiert, dann stimmt am Ende sogar das Wetter… – und schließlich wird kurz vor dem Ja-Wort die Location von der Behörde gesperrt. Das Zelt steht laut „Sylter Rundschau“ nicht direkt in den Dünen, sondern auf einem privaten Parkplatz am sogenannten Ellenbogen bei List, ganz oben im Norden. Dort parkten bereits die Crew-Wohnmobile, als Regisseur Roman Polanski den Film „Ghostwriter“ drehte. Die Gastronomen aus dem Hotel „Severin’s Resort“ hätten ihre Einrichtung bereits aus den Zelten geholt. Mit geheimem Ziel.

Gefeiert werden soll am Wochenende ja trotzdem. Diesmal ohne öffentlichen Trubel.

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