Berlin : Nein, nein und nochmals nein

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Ein flippiges Video. In Sekundenfolge erscheinen die Schwarz-Weiß-Gesichter von 16 Fußball-WM-Spielern, darunter Zinedine Zidane und Michael Ballack. Aus jedem Kicker-Mund ertönt ein entschiedenes „No“: „No, No, No, No“ – Sagt Nein zum Rauchen!

Der Video-Clip ist Teil der Kampagne „Feel Free to Say No“ von EU-Kommission und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die europaweit gegen das Rauchen bei Jugendlichen zwischen zwölf und 18 Jahren kämpfen. Auf der Love Parade will die Kampagne mit einem 25 Meter langen Truck unter den Ravern dabei sein. Zehn DJs, darunter Claus Bachor, Roland Casper sowie Djane Aroma wollen mit Detroit Techno, minimal Techhouse und Elektro die Massen mitreißen. Für die Tabak-Verächter unter den Techno-Freaks findet dann Sonnabend eine After-Parade-Party im Soda-Club Danziger Straße/Ecke Knaackstraße 97 statt.

Hippe Beats statt fader Krankenkassen-Broschüren. „Wir wollen weg vom erhobenen Zeigefinger“, bestätigt Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. Nichtrauchen soll ein cooles und modernes Image bekommen, Rauchen soll den Jugendlichen dagegen als „Old-fashioned“ erscheinen. Ein hehres Ziel. Das blau-grün-orange Logo der Kampagne soll helfen, ebenso Image-Träger, wie die WM-Kicker. Ob das funktioniert? „Wir erwarten nicht, dass nach der Love-Parade plötzlich keiner mehr raucht“, sagt Harald Zulauf, Geschäftsführer der Media Consulta GmbH, der die Kampagne betreut. Etwas Zeit bleibt: Die Aktion soll bis Ende 2004 dauern. fhk

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