Berlin : Neptunbrunnen: Brunnen am Alex wurde für 250 000 Mark saniert

Sabine Beikler

Nach zwei Terminverschiebungen hat es beim dritten Anlauf dann doch noch geklappt: Gestern kurz nach 13 Uhr setzte Bausenator Peter Strieder den sanierten Neptunbrunnen vor dem Roten Rathaus mit symbolischem Knopfdruck unter Wasser. Bis zum Ende der "Brunnensaison" am 6. Oktober speien jetzt wieder täglich von 10 bis 22 Uhr vier Tritonen zwischen allerlei Meeresgetier und lebhaft agierenden Putten Wasser auf ihren Meeresgott Neptun, der auf einer großen Muschelschale thront. Und die vier Frauenfiguren am Brunnenrand - Allegorien der für Preußen stehenden Flüsse Rhein, Elbe, Oder und Weichsel - sitzen auch wieder auf dem Trockenen: Hatte doch der Zahn der Zeit an der Brunnenschale und den Fugen der roten Natursteinumrandung so sehr genagt, dass sie undicht wurden und sehr viel Wasser schluckten.

250 000 Mark stellte die Senatsbauverwaltung aus dem 3,2 Millionen Mark umfassenden Brunnensanierungsprogramm für die Abdichtung von Schale und Umrandung des Neptunbrunnens zur Verfügung. Einen weiteren Zuschuss über 30 000 Mark gab die Behörde für Betriebskosten dazu. Im Gegenzug habe sich das Bezirksamt Mitte verpflichtet, den 1891 von Reinhold Begas errichteten und 1969 vor das Rote Rathaus versetzten Monumentalbrunnen weiter zu betreiben, sagte Jens-Peter Heuer, Finanzstadtrat und stellvertretender Bürgermeister des Bezirks. In diesem Jahr werden insgesamt 30 Brunnen aus dem Senatsprogramm saniert. 254 kommunale Brunnen soll es in ganz Berlin geben. Allein in Mitte kosten Betrieb und Wartung der 24 Brunnenanlagen rund 650 000 Mark pro Jahr.

Die Bauarbeiten am Neptunbrunnen wurden vor einigen Tagen beendet. Ob nun die Senatsverwaltung oder das Bezirksamt die für vergangenen Donnerstag angesetzten Termine - erst 9 Uhr, dann 11 Uhr - zur Wiederinbetriebnahme verschoben hatte, war gestern kein Thema mehr. Der stellvertretende Bezirksbürgermeister dankte für die gute Zusammenarbeit, und der Senator drückte aufs Knöpfchen.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben